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  • Do., 12. März 2020, 12:27 Uhr
    Familienzentrum in Lampertheim präsentiert vielfältiges Kursprogramm für Kinder und Erwachsene

    „Wir bringen das Herz mit, Sie sorgen für den Rahmen“

    Gehen Hand in Hand: Bernd Ranko (Fachbereichsleiter Familie und Soziales), die Geschäftsführerin des Familienzentrums Katharina Naegele, Projektkoordinatorin Silvie Freudenberger, Erster Stadtrat Jens Klingler und Vorstandsvorsitzende Birgit Siefert (v.l.). Foto: Petra Gahabka


    LAMPERTHEIM – Spielgruppe, Backtreff, Seifensieden, GPS-Schnitzeljagd und Filzen für Kinder, meditatives Zeichnen, Pilates, Yoga, Schmink-Workshop und Kleidertauschparty für Erwachsene. Am Montag hat das Familienzentrum Bensheim zum ersten Mal außerhalb der Stadtgrenzen ein Kursprogramm vorgestellt, Lampertheim geht damit einen großen Schritt in Richtung eines eigenen kleinen Familienzentrums. „Für uns als Vorstand eine absolute Erfolgsgeschichte“, freute sich die ehrenamtliche Vorsitzende Birgit Siefert.

    Das Familienzentrum Bensheim ist auf die Qualifikation, Fortbildung und Vermittlung professioneller Betreuungspersonen spezialisiert, darüber hinaus ist der gemeinnützige Verein mit aktuell 94 festangestellten Mitarbeitern Träger verschiedener Kindertagesstätten, unter anderem der Kita Farbenfroh. In Lampertheim eröffnete vor rund zehn Jahren in der Wormser Straße 10 die Außenstelle des Familienzentrums, in der seitdem Vernetzungstreffen und Fortbildungen für Tagespflegepersonen stattfinden. Zudem kommen seit 2018 im Drop In - ein offener, kostenloser, jeden Montag von 9 bis 11 Uhr stattfindender Treff - Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern zum gemeinsamen Austausch und Spiel der Kinder zusammen. „Einmal im Monat ist eine Kinderkrankenschwester zu Besuch, die sich den Fragen der Eltern widmet“, ließ Silvie Freudenberger wissen, die hier seit einem halben Jahr als Projektkoordinatorin im Einsatz ist. Das nun gestartete Programmangebot umfasst fortlaufende Kurse und Vorträge von Fitness und Kreativem bis zu Themen wie Gesundheit, Ernährung und Erziehung, beispielsweise „Mein Kind tanzt mir auf der Nase rum“. 70 Seiten stark ist das orangefarbene Programmheft, das ab jetzt bis September gilt und im Familienzentrum, bei der Stadt und in Geschäften ausliegt. 

    Neben diesem Bildungsangebot hat Freudenberger nach Bensheimer Vorbild zwei Projekte in der Spargelstadt installiert: schnelleHILFE vermittelt kurzfristig und unkompliziert eine qualifizierte Betreuung für Kinder und/oder eine Haushaltshilfe in einer Notsituation wie akuter Erkrankung, Klinikaufenthalt oder nach der Entbindung. Das zweite Angebot, startHILFE, unterstützt Familien in den ersten drei Lebensjahren eines Kindes durch ehrenamtliche Helfer, die mit den Geschwistern spielen oder sie vom Kindergarten abholen und so Eltern eine kleine Auszeit ermöglichen. „Ich habe bereits einen kleinen Stamm Ehrenamtlicher zusammen, es können sich aber gerne noch weitere bei mir melden, und ich habe auch schon schnelleHILFE vermitteln können. Der Bedarf ist da“, erzählt die Projektkoordinatorin. Ihr galt das Lob von Geschäftsführerin Katharina Naegele, der es wichtig ist, jemanden vor Ort zu haben, der sich um die Umsetzung kümmert und „mit viel Engagement dabei ist“. Die Räume in der Wormser Straße würden nun optimal genutzt und alles sei unter einem Dach. „Hier ist eine Anlaufstelle für Familien, wir können weitervermitteln in jeglichen Angelegenheiten.“  

    Man brauche verlässliche Kooperationspartner, die die Idee auch finanziell tragen, merkte Birgit Siefert an, es sei nicht immer einfach im Bereich Familienbildung Unterstützung zu finden. Und auch wirtschaftlich gesehen müsse es funktionieren, die Stadt übernehme die Kosten für Raummiete und Projektkoordinatorin. „Wir bringen das Herz mit, Sie sorgen für den Rahmen“, dankte sie dem Ersten Stadtrat Jens Klingler und Bernd Ranko, Fachbereichsleiter Familie und Soziales, die gerne zu diesem Termin gekommen waren. „Wir merken da kommt auch was zurück, man hat ein Ziel vor Augen und das versucht man gemeinsam zu erreichen“, so der Sozialdezernent. Es sei lobenswert einen Träger zu haben, der über das nötige Know-how verfüge und andere Fördertöpfe als die Stadt auftun könne. „Wir haben die Kita Farbenfroh, Tagesmütter, Kinderbetreuung und jetzt kommt das Kursprogramm, das übrigens mit der Volkshochschule abgestimmt ist. Wir ergänzen uns“ Das sei ein Projekt über das man sich als Erster Stadtrat freue. Dem konnte Bernd Ranko nur beipflichten. Die Chemie habe von Anfang an gestimmt, das Konzept funktioniere. „Wenn Angebote hier stattfinden, dann profitieren wir auch davon. Es ist ein Geben und Nehmen.“

    Das Familienzentrum Lampertheim ist in der Wormser Straße 10 in Lampertheim zu erreichen, Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr. Als Ansprechpartnerin ist Silvie Freudenberger telefonisch unter 06206/95 35 958 oder Mobil unter 0152/32 14 91 82 zu erreichen. Petra Gahabka

     

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