KITA AM GRABEN: Kinder setzten mit Müllsammelaktion ein Zeichen für die Umwelt
„Wir machen Lampertheim sauber”
Mit großer Begeisterung und viel Eifer machten sich die Kinder der Kita Am Graben gemeinsam mit Katrin Bruce auf den Weg, um Müll einzusammeln. Foto: Benjamin Kloos
LAMPERTHEIM – „Wir machen Lampertheim sauber” stand auf den leuchtenden Westen, dank derer eine Gruppe von Kindern der Kita Am Graben bei einer besonderen Aktion durch die Autofahrer besser gesehen wurden: Gemeinsam mit Renate Keil und Ideengeberin Katrin Bruce sammelten sie am Dienstag Müll ein. Mit Arbeitshandschuhen, Mülltüten, Greifern und einem Bollerwagen machten sich die jungen Umweltschützerinnen und -schützer auf den Weg. Weit mussten sie leider nicht laufen, denn direkt vor dem Eingangstor zur Kita fanden sich die ersten Müllstücke, darunter Plastik, Altpapier, Glasflaschen, Pappbecher und Zigarettenstummel, aber auch abgebrochene Teile von Autos. Schnell füllten sich die Tüten und der Bollerwagen.
Die Müllsammelaktion brachte neben den positiven Aspekten für die Umwelt auch weitere Vorteile mit sich: Denn die Kinder waren an der frischen Luft, hatten Bewegung und lernten gleichzeitig, als Team zu agieren. Glücklicherweise fand sich neben dem Müll auch schönes in den Beeten am Straßenrand – so sorgte beispielsweise ein Regenwurm für große Begeisterung. Generell waren die Kinder bei diesem besonderen Projekt begeistert und auch neugierig mit dabei. Die Greifer hatte übrigens Katrin Bruce selbst zur Verfügung gestellt, freute sich Renate Keil über dieses besondere Engagement. Gemeinsam mit Renate Keil erklärte sie den Nachwuchsumweltschützern kindgerecht, welche Gefahren Müll für die Natur haben kann, besonders beispielsweise für Tiere. Paul, einer der fleißigen Müllsammler, stellte passend dazu mit Blick auf gefundenes Glas fest, dass sich daran Tiere verletzen könnten — aber natürlich auch Kinder.
„Das Thema geht uns alle etwas an”, betonte Katrin Bruce. Die Auszubildende zur Erzieherin hatte sich den Müll als Jahresprojekt ausgesucht, das sich wie ein roter Faden durch das Kindergartenjahr zieht und Kinder wie Erzieherinnen gleichermaßen sensibilisiert. So wurde bereits anhand eines Lernkoffers des ZAKB die Thematik Müll beleuchtet und bei einer Müllolympiade anhand eines Parcours aus Schuhkartons und Dosen unter anderem das richtige Einsortieren von Müll erlernt. Den Auftakt hatte die Teilnahme an den „Grünen Meilen” dargestellt, in deren Rahmen die Kinder mit dem Rad oder zu Fuß zur Kita kamen – die Aktion sorgte gerade bei diesen für große Begeisterung. Das Müll sammeln am Dienstag war ein weiterer Baustein des Projektes, der am 16. Dezember mit einem Vor-Ort-Besuch bei der ZAKB in Hüttenfeld seine Fortsetzung finden wird. „Die Kinder lernen so, warum es wichtig ist, Müll zu trennen und wie man dies richtig macht”, freut sich Katrin Bruce über die Begeisterung der Kinder, die das Gelernte auch zuhause weitergeben und sich in ihren Familien für die Umwelt einsetzen. Und mit ihrer tollen Aktion hoffentlich viele Nachahmer finden – denn es ist ganz leicht, die Umwelt sauber zu halten, wenn jeder seinen Müll dort entsorgt, wo er hingehört oder auch bereit ist, sich einfach mal zu bücken und ein Stück Müll mitzunehmen und zu entsorgen. Benjamin Kloos