Fr., 21.08.2026
Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Fr., 29. Januar 2016, 01:01 Uhr
    Bündnis 90 / Die Grünen stellen Wahlprogramm und Kandidaten für die Kommunalwahl im März vor

    „Wir machen uns stark für Lampertheim“

    LAMPERTHEIM – „Wir machen uns stark für Lampertheim“ - damit gehen die Kandidaten der Partei Bündnis 90 / Die Grünen in den Wahlkampf. Jürgen Meyer, Vorstandssprecher der Ortsvereinigung Lampertheim, und Fraktionsvorsitzender Helmut Rinkel gaben gemeinsam mit weiteren Parteimitgliedern einen kurzen Überblick über Themen des aktuellen Wahlprogramms, mit denen sie der anstehenden Kommunalwahl im März positiv entgegensehen.

    Zum Thema Kultur erläuterte Marion Lemahieu, dass die Förderung, der Erhalt und die Erweiterung der lokalen Strukturen im Vordergrund stehen – die Grünen plädieren unter anderem dafür, die Musikschule weiter im bestehenden Maß zu fördern, ebenso wie die lokalen Vereine und Künstler. Auch für den Erhalt der Volkshochschule und der Stadtbücherei werde man sich einsetzen. Gleichzeitig müsse das kulturelle Angebot in den Stadtteilen gestärkt werden. Ein wichtiger Aspekt ist auch die angestrebte Förderung in finanzieller Hinsicht durch eine teilweise Übernahme der GEMA-Gebühren.

    Holger Steffan, Vorsitzender des Ausschusses Familien, Jugend und Senioren, führte an, dass der verstärkte Bau von Sozialwohnungen eines der Kernziele der Parteimitglieder sei. Da der Bau von bezahlbarem Wohnraum in den letzten Jahren kontinuierlich zurückgegangen ist, wolle man hier entgegensteuern. Die Wiederaufnahme des sozialen Wohnungsbaus ist eines der zentralen Themen der Grünen, um auch Bürgern mit niedrigem Einkommen bezahlbares Wohnen zu ermöglichen. Auch die Förderung von „Mehr-Generationen-Wohnungen“ habe man sich auf die Fahne geschrieben. Mit der Förderung von ehrenamtlichen Engagement wollen die Grünen „positiv, sozial, lebhaft, bunt und aktiv“ bleiben. Ein weiteres angestrebtes Ziel ist die Unterstützung von sozialen Institutionen, aber auch der Ausbau von Sitzmöglichkeiten im Innenstadtbereich und an anderen stark frequentierten Orten, um auch älteren oder gehandicapten Mitbürgern eine Teilhabe zu gewährleisten.

    Ebenso möchten die Grünen der Armutsgefährdung alleinerziehender Frauen entgegenzuwirken und junge Familien zu unterstützen, beispielsweise durch den bedarfsgerechten Ausbau von guten und verlässlichen Kinderbetreuungsplätzen sowie Beratungs- und Anlaufstellen für Frauen und Familien. Als Kernziel wurde der Erhalt des Lampertheimer Schwimmbads angesprochen. Gregor Simon stellte heraus, dass das Thema Bürgerkommune mit Leben gefüllt werden solle, damit auch die Mitbürger die Informationen erhalten, die sie benötigen – Bürgerversammlungen sollen nicht nur der Information dienen, sondern vielmehr einen Dialog zwischen Bürgern, Politik und Verwaltung darstellen.

    „Mehr grün für Lampertheim“ lautet die klare Forderung in Bezug auf die Naherholungsgebiete Lampertheims – Natur- und Landschaftsschutz werden groß geschrieben: zusammen mit der Landwirtschaft muss insbesondere in Neuschloß und am Ortsrand nach Aussage von Frank Hege nach Möglichkeiten gesucht werden, wie die Gebiete durch Anpflanzungen von Bäumen und Hecken optisch und ökologisch so aufgewertet werden können, dass neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere entstehen und diese für Spaziergänger, Jogger und Radfahrer attraktiver werden. Eine Verbesserung der Durchgrünung in der Innenstadt ist ebenfalls angestrebt. Die Entwicklung eines Gütesiegels für landwirtschaftliche Produkte aus Lampertheim steht auch auf dem Programm.

    Dieter Strassner erläuterte die Vorhaben bezüglich der Forderung der Grünen nach einem Konzept zur Fortführung der energetischen Modernisierung von städtischen Immobilien. Weiterhin soll die Energieberatung für Bürger und Bauherrn weitergeführt werden.

    Zum Finanzhaushalt erwähnte Helmut Rinkel in seinen Ausführungen, dass man der Verschuldung nicht nur durch Anhebung von Steuern entgegenwirken könne und wies in diesem Zusammenhang aber auch auf die Verpackungssteuer von „To-go-Produkten” hin, wie es sie bereits in einigen Großstädten gibt. Verlorene Zuschüsse müssten gestrichen und zusätzliche Einnahmen generiert werden.

    Durch den Einfluss von europäischen Entscheidungen wird in den kommenden Jahren und Jahrzehnten die Bahnverkehre durch Lampertheim ein großes Thema sein, gab Carmen Kunz in ihren Ausführungen zum Thema Verkehr bekannt. Besonderen Augenmerk müsse man hierbei auf den Güterverkehr der Riedstrecke nehmen. Die Prognosen des Ausbaus verändern die Geräuschkulisse in der Kernstadt, so dass man frühzeitig von Seiten der Politik und der Verwaltung auf den entscheidenden Ebenen einwirken müsse. Im Bereich des ÖPNV ist ein dringend anstehendes Thema der barrierefreie Ausbau der Haltestellen. Verbesserte Parkmöglichkeiten für Fahrräder am Bahnhof sind ebenso angestrebt wie Einrichtung einer Mobilitätszentrale als Ansprechpartner für die Mitbürger. Um die Akzeptanz zum Busverkehr zu erhöhen, ist ein entsprechendes Marketingkonzept vorgesehen.

    Von der Idee der Innenstadtbelebung müsse man sich laut Rinkel verabschieden, da sich das Käuferhalten in den letzten Jahren erheblich verändert hat und in Anbetracht der Tatsache, dass sich das Rhein-Neckar-Zentrum und weitere attraktive Einkaufszentrum in unmittelbarer Nähe befinden – aus diesen Gründen haben sich die Grünen das Thema Innenstadtbelebung bewusst nicht auf die Fahne geschrieben. Als wichtigen Punkt hob er die Biodiversität hervor: eine Stadtentwicklung, die sich stärker an den Grundsätzen der Nachhaltigkeit und der Stadtökologie orientiert.

    Die Grünen betonten, dass sie optimistisch in die Kommunalwahl gehen werden, und hoffen mit ihrem Wahlprogramm auf ein gutes Ergebnis. Sigrid Samson

    Beitrag aus der Rubrik

    » Lampertheim und Stadtteile
    » Lokal
    Anzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1Anzeige dkge 2x2
    Anzeige NK Worms und RheinhessenAnzeige TicketshopAnzeige 3 Anzeige - 1