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  • Fr., 24. Juli 2015, 09:20 Uhr
    Projektwoche im Lessing-Gymnasium mit eindrucksvollen Ergebnissen

    „Wir möchten uns bedanken, es hat großen Spaß gemacht“

    Naturbeobachtungen in der Pause oder einfach entspannen – der neu angelegte Garten der Sinne und der Seerosenteich bieten ganz neue Perspektiven. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Schule macht Spaß. Wer das nicht glaubt, hätte am Donnerstag das Lessing-Gymnasium (LGL) besuchen sollen. Gut gelaunte Kinder und Jugendliche bevölkerten das gesamte Schulgelände. Ein buntes Angebot an hübschen Accessoires zum Aufpeppen des Kleiderschranks empfing die Schaulustigen am Haupteingang. An anderer Stelle luden köstliche Pralinen aus eigener Herstellung zum kostenlosen Naschen ein. Und wer wollte dem Angebot des reichlich bestückten Kuchenbüffets widerstehen?  Überall in den Gebäuden und Räumen und auf dem weitläufigen Gelände gab es etwas zu entdecken. Manche Projekte wirkten in der Stille forschender Betrachtung, andere faszinierten durch Bewegung und Spannung. Die große Projektwoche ging mit dieser unterhaltsamen und lehrreichen Präsentation der Ergebnisse zu Ende. In den drei Tagen zuvor war die Schule ein großes Experimentierfeld, bei einigen Projekten zog es die Schülerinnen und Schüler auch hinaus in die Stadt und Umgebung. „Wer – Wo – Was“, das war zum Abschluss die große Frage für alle, die so viele Projekte wie möglich kennenlernen und erleben wollten.

    Welches ist das beste Plakat? An dieser Entscheidung beim Projekt „Künstlerische Mülleimer“ beteiligten sich 500 Schülerinnen und Schüler des Lessing-Gymnasiums. Platz 1 belegte die hochformatige Sauberkeit mit Model Hans-Georg Gött. Die großen Schritte zum Mülleimer wurden mit Platz 3 belohnt. Foto: Hannelore Nowacki


    Allein die Zahl der Projekte war überwältigend – 42 Themen aus nahezu allen Bereichen des Lebens und Lernens hatten die Schülerinnen und Schüler bearbeitet. Das Besondere, darauf wies Schulleiterin Silke Weimar-Ekdur im Gespräch mit dem TIP hin: Die Projekte waren frei gewählt, jahrgangsübergreifend konnten sich die Schülerinnen und Schüler für ein Thema entscheiden. Bei zu vielen Interessenten für ein bestimmtes Projekt musste mit der „zweiten Wahl“ Vorlieb genommen werden. Die Präsentationen konnten von allen Schülern besucht werden, sofern sie nicht gerade selbst bei ihrem Projekt anwesend waren. Vorwiegend standen Lehrkräfte als Projektleiter zur Verfügung, bei einigen Projekten kamen zeitweise externe Experten hinzu. Das Filmprojekt „LGL goes to Hollywood“ leitete Tanja Hurrle, wie ihre Schwester Julia Schülerin. Sogar das Drehbuch hatte sie geschrieben und sie führte Regie im Kurzfilm „Mandizund“, der Überwachung, Gleichschaltung und den Verlust von Individualität und Identität eindringlich zum Thema machte. Die Zuschauer drängten sich im sommerheißen Unterrichtsraum, sogar auf dem Boden saßen sie, um das spannende Werk zu sehen. Auch die Börse ist ein spannendes Thema, wie die Oberstufe E2 und Q2 bewies. Am Vortag hatten sie einen Ausflug zur Frankfurter Börse unternommen, nun war ein leibhaftiger Börsenhändler bei ihnen zu Gast. Der sympathische Erdal Cene gab Auskunft zu allen Fragen der jungen Leute, die sich unter anderem dafür interessierten, wie die Verdienstmöglichkeiten und die Jobperspektiven bei der Börse sind. Gibt es sichere Anlagen? „Der Tod ist sicher und dass das Finanzamt kommt“, gab Cene zur Antwort. Bei einem Börsenspiel im Internet hat die Oberstufe schon praktische Erfahrungen gesammelt, wie zu erfahren war, haben jedoch nur zwei „Anleger“ eine gute, aber nur virtuelle Rendite erreicht. Die besten künstlerischen Leistungen, meistens Gruppenarbeiten, wurden im Beisein von Schulleiterin Weimar-Ekdur mit Eis-Gutscheinpreisen im Wert von 20 bis 40 Euro honoriert. Ist die Schule doch einmal stressig, kann das Rezept des Projekts „Tanz den Schulstress einfach weg“ helfen. 22 Schüler und Schülerinnen unter der Leitung der Englischlehrerinnen Petra Krafczyck und Anika Rothermel hatten das Tanzen einstudiert. Glücklich strahlend kamen sie nach ihrer letzten Aufführung in der Mensa auf ihre Projektleiterinnen zu: „Wir möchten uns bedanken, es hat großen Spaß gemacht“. Am liebsten würden sie in einer AG weitermachen. Musik und Choreografie hatten sie selbst zusammengestellt.  Große Nachhaltigkeit ist von zwei Projekten im Außengelände zu erwarten, an denen auch die Stadt Lampertheim mit ihren Technischen Diensten unter der Leitung von Sabine Vilgis mitgewirkt hat. 20 Schülerinnen und Schüler aus den Klassenstufen 5 bis 9 haben den Schulgarten und den Garten der Sinne neu gestaltet. Gartengeräte und Blumenerde stellte die Stadt Lampertheim zur Verfügung. Anke Diehlmann vom NABU Lampertheim und Dr. Anne Schmidt vom LGL leiteten das Projekt, das außerdem von zwei Firmen unterstützt wurde. Eine Fläche von 125 Quadratmetern bearbeitete die Projektgruppe Biologie. Diese Außenanlage wurde mit 2,5 Tonnen Kies und 16 Kubikmetern Mutterboden versehen und für weitere Pflanzaktionen im Herbst vorbereitet. Trotz Regen und Hitze seien die acht Schülerinnen und Schülern mit Begeisterung bei der Arbeit gewesen, unterstützt von den Projektleitern Jörg Weidenauer und Caroline Beseler sowie von einem Tiefbauunternehmen. Am Freitag gab es Zeugnisse und dann ist das Motto: „Ab in die Ferien“. Hannelore Nowacki



     

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