DRK: Rotary Club Lampertheim unterstützt Ortsverein mit Schutzmasken und Spritzenpumpe
„Wir sind auf solche Spenden angewiesen“
Die Spritzenpumpe ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Ausstattung im Rettungswagen. Der Lampertheimer DRK-Vorsitzende Thomas Peppler, Rotary-Club-Präsident Thomas Klauer, Kai Günderoth, Zweiter Vorsitzender des Ortsvereins, und Bereitschaftsleiter Christian Schmidt bei der Spendenübergabe (v.l.). Foto: Petra Gahabka
LAMPERTHEIM – Menschen und Institutionen vor Ort zu helfen, das hat sich der Rotary Club Lampertheim auf die Fahne geschrieben. „Wir schauen immer, wie wir unterstützen können“, sagt Thomas Klauer, Präsident im rotarischen Jahr 2019/20, bei der Spendenübergabe an den hiesigen Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes in der Florianstraße am Mittwoch.
Für die 160 Masken der Schutzklasse FFP2 und eine Spritzenpumpe, ein medizinisch-technisches Gerät, das zur DIN-Ausstattung eines Rettungswagens gehört, ist der DRK-Vorsitzende Thomas Peppler sehr dankbar, beides kann gut gebraucht werden. Schon zu Beginn der Corona-Krise habe sich abgezeichnet, dass Schutzmasken knapp werden. „Gott sei Dank hatten wir die Masken schon vor dem Brand in der Chemiestraße bekommen“, merkt er an. Die filtrierenden Halbmasken, die sowohl Eigen- als auch Fremdschutz bieten, seien beim Einsatz in der Flüchtlingsunterkunft Ende Mai bei der Betreuung der Betroffenen genutzt worden. „Wir sind grundsätzlich auf solche Spenden angewiesen“, betont Peppler, im Gegensatz zu den hauptamtlichen Rettungsdiensten bekomme man die Einsätze nicht bezahlt. Der Ortsverein finanziere sich ausschließlich über Spenden und Zuschüsse der Stadt, die das Gebäude zur Verfügung stelle und die Versicherung für die Fahrzeuge übernehme. Fahrzeugneubeschaffungen und anderes würden in gleichem Maße bezuschusst, wie bei anderen Vereinen auch. „Deswegen freuen wir uns, dass Sie uns unterstützen.“
Der materielle Wert der Schutzmasken beläuft sich auf rund 320 Euro, die Preise sind immer noch exorbitant hoch, die Spritzenpumpe kostet 1.500 Euro. Das Gerät dosiert Medikamente, die über einen längeren Zeitraum in kleinen Mengen verabreicht werden müssen, was mit der Hand nicht möglich ist. Im Rettungswagen kommt es beispielsweise bei der Verlegung eines Patienten in ein anderes Krankenhaus zum Einsatz. Die Dosierpumpe des Ortsvereins ist alt und der Akku defekt. Da es diesen nicht mehr als Ersatzteil gibt, war eine Neuanschaffung unerlässlich. Gut, dass der Zweite Vorsitzende Kai Günderoth Kontakte zu den Rotariern pflegt. Es ist nicht das erste Mal, dass der Serviceclub dem DRK Ausrüstungsgegenstände finanziert, es sei eine gewachsene Freundschaft, so Klauer. Seit 1981 werden verschiedene soziale Projekte in Lampertheim und Umgebung sowie im Ausland aus eigenen Mitteln und allgemeinen Spendenaufrufen verwirklich. Aktuell sind 36 Frauen und Männer aus allen beruflichen und gesellschaftlichen Bereichen im Club engagiert. Erst im Februar habe das Jugendrotkreuz bei der Benefizaktion Race & Help die Rotarier unterstützt, „wir haben uns zum Dank revanchiert“. Petra Gahabka