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  • Di., 20. Dezember 2016, 09:49 Uhr
    Altrhein-Initiative nimmt Stellung zur aktuellen Lage

    „Wir sind froh, dass der Projektbeirat gegründet wurde“



    Rudolf F. Klippel und Karl-Heinz Barchfeld, die Sprecher der Altrhein-Initiative, nahmen zur aktuellen Entwicklung und den Aufgaben des Projektbeirates Stellung. Foto: Hannelore Nowacki

    LAMPERTHEIM – Der Altrhein liegt zurzeit mit wenig Wasser in seinem schlammigen Flussbett  - und dennoch schlagen die Wellen hoch. Dabei treffe es unfairerweise immer wieder die Altrhein-Initiative, beklagten die Mitglieder bei einem Pressegespräch, das zur Klärung von Irritationen und Missverständnissen beitragen sollte. Verwechselt werde die Altrhein-Initiative „Rettet das Naturschutzgebiet Lampertheimer Altrhein“  häufig mit der Arbeitsgemeinschaft Lampertheimer Altrhein (ALA), ein Zusammenschluss von Vertretern aus Fährverein Nibelungenland und Wirtschafts- und Verkehrsverein Lampertheim.  Zu Gast war die Altrhein-Initiative bei ihrem Mitglied  Wassersportverein Lampertheim, dessen Vereinsheim am Altrhein liegt. Zuletzt sorgte die aus Witterungsgründen abgebrochene Munitionssuche auf dem Altrhein für Unmut bei einigen Bürgern. Bürgermeister Gottfried Störmer hatte dazu bereits in der Stadtverordnetenversammlung Stellung genommen und die Gründe benannt. Niedrigwasser und zerbrochene Eisschollen hatten den Fortgang der Messungen verhindert, wobei die Eisschollen die empfindlichen Messgeräte am Untersuchungsboot hätten beschädigen können. Rudolf F. Klippel und Karl-Heinz Barchfeld, die beiden Sprecher der Altrhein-Initiative, erläuterten die Unterschiede zur ALA aus ihrer Sicht, die sich vorwiegend in der Forderung nach Ausbaggerung des Altrheins in verschiedenen Breiten festmachen lässt. Während die ALA nur eine 15 Meter breite  Fahrrinne ausgebaggert haben wolle, reiche der Altrhein-Initiative dies nicht, da die Wassersport treibenden Vereine eine Regattabreite von 60 Metern brauchen, zusätzlich 25 Meter für Liegeplätze der Motorboote, zusammen also 85 Meter. Auch habe die ALA andere Ziele, wie mit der Beauftragung eines Fachanwalts und der Bezugnahme auf die Mannheimer Akte von 1868 deutlich werde. Am Projektbeirat will sich ALA nicht beteiligen. So verschieden die Ansatzpunkte zur Rettung des Altrheins auch sein mögen, Barchfeld sieht das Engagement der ALA „nicht so negativ“. Man müsse sehen, was sich daraus entwickelt, das kann kein Nachteil sein“.  Große Hoffnungen liegen nun beim neu gegründeten Projektbeirat zur Entschlammung des Altrheins, der auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung gegründet wurde. Aus der Altrhein-Initiative sind fünf Vereine im Projektbeirat vertreten, die Politik und Verwaltung mit ihrem umfangreichen Wissen beraten können. Klippel erklärte, dass die vier Parlamentsparteien je einen Vertreter in den Projektbeirat entsenden werden, der Vertreter der Stadtverwaltung habe kein Stimmrecht. „13 Jahre Sachverstand“ komme aus der Altrhein-Initiative, doch als Initiative habe man in Wiesbaden und in der Touristik nichts erreichen können. „Da muss mehr Dampf in den Kessel“, meinte Klippel, der am Schluss Bilanz zog: „Wir haben 14 Jahre keinen Erfolg gehabt“. Eine Beschleunigung der Aktivitäten wünschten sich auch andere in der Gesprächsrunde. In der Altrhein-Initiative arbeiten  Thomas Sommer (Vizepräsident des Hessischen Kanuverbandes), Dieter Ludwig Päbst (Kanu-Club), Jörgen Altlauff (Motorbootverein), Dr. Helmut Holz (Agenda 21), Erika Gabler (Wassersportverein), Rudolf F. Klippel und Karl-Heinz Barfeld (vertritt drei Anglervereine) sowie Andrea Hartkorn (NABU) mit. Hannelore Nowacki

     
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