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  • Fr., 06. Juni 2014, 10:32 Uhr
    Arbeitskreis Dorferneuerung – Bürgermitwirkung mit Ideen und Erfolgen / Nächste Sitzung am 11. Juni

    „Wir sind immerhin seit 7 Jahren aktiv“

    Volker Utz, Sprecher des Arbeitskreises Dorferneuerung, erläuterte bei einem Pressegespräch mehrere Projekte, die bereits umgesetzt sind oder geplant sind. Foto: Hannelore Nowacki


    BOBSTADT – Emotionen waren bei der öffentlichen Sitzung des Arbeitskreises Dorferneuerung am 11. März hochgekocht, Meinungen prallten aufeinander. Etwa dreißig Bobstädter Bürger waren der offiziellen Einladung von Moderator Stefan Lösch im Auftrag der Stadt Bürstadt gefolgt, einige waren neu dabei und bisher nicht im Arbeitskreis aktiv. Was war passiert? Ein Thema hatte im Dorf die Runde gemacht und für Aufregung gesorgt: Der Messplatz solle bebaut werden, der dortige Spielplatz werde entfallen. Eine Bürgerinitiative hatte Unterschriften dagegen gesammelt. Stefan Lösch, von der Stadt Bürstadt mit der Begleitung des Arbeitskreises Dorferneuerung beauftragt, und Volker Utz, gewählter Sprecher des Arbeitskreises, hatten Anfang Mai zu einem Pressegespräch eingeladen, weil aus den Reihen des Arbeitskreises Stimmen laut geworden waren, in der Darstellung des Arbeitskreises in der Öffentlichkeit komme dieser zu schlecht weg. Gleich zu Beginn stellten sie klar: Es gehe nicht um einen neuen Sachstand und nicht um eine Gegendarstellung zur Bürgerinitiative. Volker Utz, leidenschaftlicher Bobstädter und seit Jahren im Arbeitskreis aktiv, machte aus seiner Verwunderung keinen Hehl, dass man bei Gerüchten und aufkommenden Fragen nicht einfach mal bei ihm nachgefragt habe, denn schließlich kenne man sich schon lange und der Arbeitskreis sei öffentlich bekannt. „Wir sind immerhin seit 7 Jahren aktiv“.  „Schade, dass Gerüchte gestreut werden, die Leute sind dann verunsichert“, meinte Utz. Der Arbeitskreissprecher stellte klar: „Der Arbeitskreis ist kein politisches Gremium, er ist ein Gremium der Bevölkerung“. Utz fasste in einem Rückblick die Projekte und Ziele des Arbeitskreises zusammen, von denen einige bereits umgesetzt wurden: Aktuell wird gerade das Alte Rathaus umgebaut, Pläne zur Erneuerung der Außenanlagen wurden der Öffentlichkeit bereits vorgestellt. Das Erdgeschoss wird barrierefrei zugänglich sein, Vereine und Bürger können sich in Zukunft hier treffen. Der Vorplatz werde besser genutzt werden können. Im  Katholischen Pfarrzentrum soll nach der Projektliste des Arbeitskreises 2015/2016 eine Begegnungsstätte für die Bobstädter entstehen. Bei der Sanierung der Mannheimer und Frankfurter Straße nach dem Bau der Umgehungsstraße wäre es zu einer reinen Bestandssanierung ohne Bäume und Pflanzinseln gekommen, hätte sich der Arbeitskreis „nicht reingehängt“, betonte Utz. Für die Jugend wurde der Multifunktionsplatz nahe der anderen Sportangebote geschaffen. Für die gewünschte Platzumgestaltung des Kriegerdenkmals gebe es jedoch keine Fördergelder. Wie aus Wünschen Projekte werden, für die das Land Hessen Fördermittel bereitstellt, erklärte Utz Utz so: Der Arbeitskreis musste eine Projektliste erarbeiten, jedes Projekt musste beschrieben werden. Erst nach Genehmigung durch das Land Hessen konnten die Projekte abgearbeitet werden. Von Anfang an sei dem Arbeitskreis wichtig gewesen, wie man den Ort weiterentwickeln kann und wie man junge Familien nach Bobstadt holen könne. Moderator Lösch wies darauf hin, dass die Gespräche zur Messplatzbebauung in der Orientierungsphase waren, mehrere Varianten hätten geprüft werden sollen. Mittlerweile sei die Entscheidung gefallen, „der Spielplatz stehe nicht mehr zur Disposition“. Die Variante Chausseeallee werde nicht weiter verfolgt. „Wir blicken nach vorne und werden eine Kompromisslösung finden“, meinte Lösch zuversichtlich. Die Stadt Bürstadt werde als Eigentümerin des Geländes über eine Bebauung entscheiden. „Der Arbeitskreis hat sich klar für eine verdichtete Bebauung im Ortskern entschieden - ein Investor wird im Rahmen, der von der Stadt vorgegeben wird, entscheiden. „Die Nachfrage nach Wohnraum in Bobstadt ist riesig“, erklärte Lösch. Ein Fachbüro sei beauftragt worden, Bebauungspotenziale aufzuzeigen und habe Bebauungsvorschläge skizziert. In der nächsten Sitzung des Arbeitskreises Dorferneuerung am Mittwoch, 11. Juni, um 19 Uhr bei der Feuerwehr Bobstadt stehen die Bebauung des Messplatzes, die Außenanlagen des Alten Rathauses und Sachstandsberichte zum Umbau des Alten Rathauses sowie zum Katholischen Pfarrzentrum auf der Tagesordnung. Hannelore Nowacki

     

     

     

     

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