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  • Do., 19. Januar 2017, 12:41 Uhr
    InteA-Klassen der Elisabeth-Selbert-Schule bekennen sich mit sichtbarem Zeichen zu Frieden und Freiheit

    „Wir wollen keinen Krieg und keine Gewalt”



    Bekennen sich klar zu Frieden und Freiheit: Die InteA-Klassen der Elisabeth-Selbert-Schule. Foto: Benjamin KloosLAMPERTHEIM – Ein klares Bekenntnis zu Frieden, Freiheit und Toleranz sowie gegen Krieg, Gewalt und Intoleranz setzten die Schüler aller InteA-Klassen der Elisabeth-Selbert-Schule (ESS) am Donnerstag: Kerzen leuchteten in Herzform und bildeten den Schriftzug „Keine Gewalt — Frieden”, während die Schüler selbst gestaltete Plakate mit ihren Wünschen nach Freiheit und dem Ende von Krieg und Gewalt in die Höhe reckten. „Wir sind alle Brüder und Schwestern" war die eindeutige Botschaft. 

    Hintergrund waren die jüngsten Ereignisse zunächst in Freiburg und später in Berlin, aber auch in Istanbul an Silvester sowie in Afghanistan und Syrien. Diese hätten die Schüler betroffen gemacht und wachgerüttelt, betonte Edeltraud Seitz, Lehrerin der ESS. „Wir wollen ein Zeichen setzen”, waren sich die Schüler einig. „Wir wollen friedlich mit allen Menschen zusammenleben, egal welche Hautfarbe sie haben oder welcher Religion sie angehören. Wir trauern um die Opfer, aber geben die Hoffnung auf Frieden nicht auf.”

    Im Unterricht hatten die Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrern über die Ereignisse diskutiert und sich klar positioniert: „Gewalt gegen andere oder gar das Töten von Menschen ist für alle keine Lösung, sondern zu verurteilen.” Sachliche Kritik und die freie Meinungsäußerung seien jedoch wichtig, und so haben viele muslimische Schüler in Bezug auf die Geschehnisse bei Charlie Hebdo in Paris ebenfalls eine klare Meinung: Die Tat sei verabscheuungswürdig und in kleinster Art und Weise akzeptabel, allerdings sei die Karikatur von Mohammed für viele ein Problem, da sie ein Eingriff  in das muslimische Religionsverständnis bedeute. Solche Differenzen seien aber durch gegenseitiges Kennenlernen und dem Respekt vor den unterschiedlichen Kulturen friedlich und ohne Gewalt zu lösen.

    „Das Herz ist das Zeichen der Liebe, die uns miteinander verbindet, die alle Wunden heilt und das Böse überwindet. Wir wollen nicht, dass Menschen sterben”, lautet die Botschaft, welche die Schüler und ihre Lehrer an alle Menschen im Nibelungenland und in der ganzen Welt mit auf den Weg geben möchten. Benjamin Kloos

     
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