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  • Do., 03. Juni 2021, 19:05 Uhr
    ENGAGIERTE STADT: Lampertheim will Vereine mit dem Beitritt zum Netzwerk „Engagierte Stadt“ noch besser unterstützen

    Wissen teilen, voneinander lernen und sich weiterentwickeln

    Aus 49 interessierten Städten, die sich beworben haben, ist Lampertheim als eines von 29 neuen Mitgliedern in das Bundesnetzwerk Engagierte Stadt aufgenommen worden. Von links: Silke Reis, Marius Schmidt, Erich Maier und Stephan Germann. Foto: Eva Wiegand


    LAMPERTHEIM – „Bürgerschaftliches Engagement ist ein Grundpfeiler der Demokratie, sichert Freiheit, schafft Lebensqualität und prägt den Gemeinsinn“, lautet es auf der Internetseite des Netzwerks „Engagierte Stadt“, dem nun auch Lampertheim als eine von 29 neuen Städten  angehört. Insgesamt beteiligen sich bundesweit 100 Engagierte Städte an dem Programm, Träger ist das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Kooperation mit mehreren Stiftungen. Das Netzwerk hat sich zum Ziel gemacht, gute Rahmenbedingungen für bürgerschaftliches Engagement zu schaffen und die Vereine auch in ideeller Form besser zu unterstützen und zu fördern. Die Engagierte Städte profitieren dabei vom Austausch erprobter Praxislösungen und der Vielfalt lokaler Konzepte. „In erster Linie geht es um Wissenstransfer. Denn es gibt in dem Netzwerk 100 Städte, die man zu den verschiedensten Problemstellungen fragen kann, das ist eine super Sache“, meinte Erich Maier, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung, der zusammen mit dem Ersten Stadtrat Marius Schmidt, Silke Reis vom Fachdienst 40-2 sowie dem Vorsitzenden des AZ Vogelparks, Stephan Germann, das Netzwerk vorstellte. Um überhaupt in das Netzwerk aufgenommen zu werden, hat sich Lampertheim mit verschiedenen Projektideen angemeldet und die Bürgerstiftung und den AZ Vogelpark als Partner ins Boot geholt. Unter anderem will die Stadt noch mehr auf die Arbeit der Vereine aufmerksam, aber auch insbesondere den Bedarf sichtbar machen. Hier soll bei der Einwerbung von Drittmitteln durch Erben, Stiften und Crowdfunding Unterstützung geleistet werden. 

    Außerdem steht auch die Bürgerbeteiligung vor Herausforderungen. „Das Engagement wandelt sich, es gibt neue Formen und auch die wollen wir in Lampertheim vorstellen und fördern“, erklärte der Erste Stadtrat. Für viele sei ein jahrelanges Ehrenamt allein schon aus beruflichen Gründen kaum umsetzbar. „Und diesen Wandel müssen wir hinbekommen“, betonte Schmidt. Projektbezogen und zeitlich abgeschlossen wünschen sich viele Bürger ihr Ehrenamt, hier möchte sich das Netzwerk für langfristige Engagementförderung und innovative Lösungen vor Ort stark machen. Maier, der seit weit über 50 Jahren ehrenamtlich tätig ist, hofft, gemeinsame Anstöße geben zu können, die über das hinausgehen, was in Lampertheim bereits geleistet werde. Auch Germann will sein gesammeltes Wissen weitergeben. Der Vorsitzende des AZ Vogelparks hat schon so einige Projekte angestoßen, für die der Vogelpark viel Geld benötigte. „Draußen gibt es Stiftungen und Firmen, die gemeinnützige Projekte unterstützen. Je mehr Geld wir über Dritte bekommen, nutzt das den Bürgern in Lampertheim, dem Kreis und den lokalen Firmen, die wir engagieren“, warb Germann für einen besseren Austausch und eine bessere Vernetzung aller Beteiligten. Eva Wiegand

     

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