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Di., 27. Januar 2015, 11:22 Uhr
Start in die Projektwoche mit Informationen rund um Jugendhilfeangebote
Wissen, wo es welche Hilfe gibt und Vorurteile abbauen
Erste Informationen erhielten die Jugendlichen im großen Saal der Zehntscheune an den Infoständen der Institutionen, die sich bei der Projektwoche vorstellen. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Wie bewerbe ich mich richtig? Was sage ich beim Vorstellungsgespräch? Junge Leute, die bald vor diesen und anderen wichtigen Fragen zur Ausbildung und zum Berufsleben stehen, können sich bei der Jugendberufshilfe des Diakonischen Werks beraten lassen. Was kann ich in der Freizeit unternehmen? Auch dafür gibt es interessante Angebote der Stadtjugendförderung in der Begegnungsstätte „Zehntscheune“. Viele weitere Einrichtungen wenden sich mit ihren Angeboten an Jugendliche, zu Themen in ganz verschiedenen Lebenslagen. Damit die Jugendlichen wissen, wo sie Hilfe und Unterstützung bekommen können, veranstaltet die „Kooperation Lampertheim“ trägerübergreifend seit 1987 jährlich eine Projektwoche. 2400 Schülerinnen und Schüler haben seitdem an den Projektwochen teilgenommen. Im großen Saal der Zehntscheune starteten am Montagmorgen 49 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8 aus der Alfred-Delp-Schule und der Biedensandschule in die Projektwoche, in der sie die verschiedenen Jugendhilfeeinrichtungen ihrer Heimatstadt intensiver kennenlernen werden. Aber es geht nicht nur um Information, die Jugendlichen setzen sich aktiv mit unterschiedlichen Problemfeldern auseinander, finden zu eigenen Standpunkten und lernen die Mitarbeiter dieser Einrichtungen persönlich kennen. Das hilft auch gegen Vorurteile, wenn sie denn vorhanden sein sollten, und erleichtert es den Jugendlichen, wenn sie Hilfe in Anspruch nehmen wollen. Mit diesen Zielen hatte die damalige Stadtjugendförderung der Stadt Lampertheim diese Kooperation ins Leben gerufen. Nach der kurzen Begrüßung durch den Leiter der Jugendförderung Manfred Scholz und Silke Reis gingen die Jugendlichen auf eine informative Rundreise durch den Saal zu den einzelnen Institutionen, deren Mitarbeiter sich vorstellten und Fragen beantworteten. Die jeweiligen Plakatwände wiesen auf die Angebote hin. Am Infostand der Polizei fragte Dirk Neumann die Jugendlichen, welches das wichtigste Gesetz in Deutschland sei – es ist das Grundgesetz. Der sympathische Polizist ist bei der Polizeistation Lampertheim als Jugendsachbearbeiter tätig und wird in den nächsten Tagen seine Arbeitsgruppe betreuen. Seine nette Kollegin Kathy Rosenberger ist Ermittlerin und wird Fallbeispiele wie Ladendiebstahl erläutern. Habt ihr schon eine Idee für euren späteren Beruf? Am Infostand der Diakonie zeigte sich, dass einige Jugendliche schon eine genaue Vorstellung haben. Ein Mädchen will Chemikantin, eine andere Friseurin werden. Die weiteren teilnehmenden Einrichtungen sind Pro Familia, die AWO Jugend- und Drogenberatung Prisma, die AWO Schuldnerberatung, die Jugendgerichtshilfe sowie die Beratungsstelle für Eltern Kinder und Jugendliche. Nach einer Filmvorführung gingen die Schülergruppen zu den Institutionen vor Ort, bei denen sie auch in den nächsten Tagen sein werden. Bereits im Vorfeld der Projektwoche haben die Lehrer gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern besprochen, an welchen Arbeitsgruppen sie teilnehmen werden. Am Donnerstag präsentieren die Gruppen ihre Ergebnisse im Klassenverband. Hannelore Nowacki