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  • So., 20. März 2016, 13:33 Uhr
    Viele Ehrenamtliche bereiteten Jugendkreuzweg mit vier Stationen vor

    „Wo bist Du!“ - Leidensgeschichte gibt Hoffnung

    Am ökumenischen Jugendkreuzweg nahmen viele Menschen teil. Der Zug setzte sich nach seiner ersten Station im Dom in Richtung Schillerplatz in Bewegung. Foto: Eva Wiegand


    LAMPERTHEIM – In der Domkirche wurde am Freitagabend der ökumenische Jugendkreuzweg eröffnet. Dieser hat eine lange Tradition: 1958 als katholisches, deutsch-deutsches Jugendprojekt gegründet, seit 1972 ökumenisch, ist er heute eine der größten Jugendaktionen Europas. Jährlich beten ihn knapp 60.000 Teilnehmende am Traditionstermin am Freitag vor Palmsonntag in Dekanaten, Pfarreien, Jugendkirchen, Schulen und Gebetsgruppen aber auch während der Fastenzeit oder im Laufe des Jahres. Heute möchte der Kreuzweg immer noch Grenzen überwinden – die der Konfessionen, die der Generationen, die der Gleichgültigkeit. Auch in Lampertheim brachten sich rund 20 junge Menschen ein. „Unsere Vorbereitungen laufen bereits seit vier Monaten“, berichtete Gemeindepädagogin Birgit Ruoff und dankte den zahlreichen Ehrenamtlichen, die sich eingebracht hatten. Neben Jugendlichen aus der evangelischen Lukasgemeinde waren auch Jugendliche der katholischen Gemeinden Maria Verkündigung sowie von St. Andreas beteiligt. Und so entstanden in der Vorbereitungsgruppe vier Stationen des Kreuzwegs – im Dom, am Schillerplatz, am Marienrankenhaus sowie in der Kirche Maria Verkündigung, dort endete der Jugendkreuzweg. Der Jugendchor der Lukasgemeide unter Leitung von Andrea Hintz-Rettenmaier eröffnete den Jugendkreuzweg im Dom, wo die erste Station mit Texten und Bildern der heutigen Via Dolorosa, der Straße des Leidens, dargestellt wurden. Gezeigt wurde das Bild einer muslimischen Mädchenschule - der Ort, an dem Jesus zum Tode verurteilt wurde. In diesem Jahr stand der Jugendkreuzweg unter der Überschrift: Wo bist Du Gott? Wo ist Gott in unseren Leidens- und Hoffnungswegen im Alltag? Wo gibt Gott unserem Leben Sinn, obwohl äußere Umstände dagegen sprechen? Diese Fragen stellten die Jugendlichen und verteilten Zettel an die Gottesdienstbesucher, damit jeder einen Wunsch an Gott aufschreiben konnte. An der letzten Station wurde das Gefäß gefüllt mit den Wünschen unter dem Kreuz aufgestellt. Nachdem jeder Gottesdienstteilnehmer eine Kerze bekommen hatte, setzte sich der Zug vom Dom aus an den Schillerplatz in Bewegung. Auch die weiteren Stationen machten das Leiden Jesu deutlich, sollten aber auch Hoffnung geben. „Die Leidensgeschichte ist eine Hoffnungsgeschichte, die eigentlich gut ausgeht, denn Jesu kommt zu seinem Vater in den Himmel. Trotz allem Übel auf der Welt gibt es einen Gott der uns liebt. Mit dem Kreuzweg gibt er uns eine Geschichte an die Hand“, so Ruoff. Eva Wiegand

     

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