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    LÔMBADDA BABBLER: Geselliger Abend voller Humor, Erinnerungen und Heimatverbundenheit

    Wo Mundart verbindet und Heimat lebendig bleibt

    Im vollbesetzten Luthersaal spürte man, dass die Verbundenheit zur Heimat auch die Menschen untereinander verbindet.
    Foto: oh

    LAMPERTHEIM – Unter dem Motto „Wenn die Tage kürzer werden und wir wieder mehr zusammenrücken“ trafen sich die Lômbadda Babbler im Luthersaal der Martin-Luther-Gemeinde zu einem abwechslungsreichen Mundartabend voller Humor, Erinnerungen und Heimatverbundenheit. Owwer-Babbler Kalle Horstfeld machte in seiner Begrüßung deutlich, dass die Treffen weit mehr als gewöhnliche Veranstaltungen seien. Mundart bedeute Identität, Erinnerung und ein Stück Heimat und Seele. Genau diese Verbundenheit prägte den gesamten Abend.

    Helga Brune eröffnete mit Gedichten ihrer Mutter „Steffes Else“ aus Hüttenfeld. Lothar Lausecker erzählte humorvoll vom herbstlichen Leben rund um den „Billesand“ und den Begegnungen am Bau. Herta Kleinert, bekannt als „Herta vunn de Hütt, die mit de Woiflasch“, berichtete von Gartenarbeit und Herbststimmung. Armin Herweck nahm das Publikum mit auf die Spur eines vermeintlichen Kobolds und eines Eichhörnchens im Garten. Karin Kraus sorgte mit einem raffinierten Rätsel für Spannung und Schmunzeln. Peter Schneider aus Hofheim brachte mit seinen Herbstgedichten und Gedanken zur Heimat gefühlvolle Töne ein. Franz Korb widmete sich augenzwinkernd den Erkältungsbeschwerden der kühleren Jahreszeit. Käthe Lahr-Bachert überraschte mit einer Übertragung des Liedes „Bunt sind schon die Wälder“ in die Lampertheimer Mundart. Helmut Hummel ließ Erinnerungen an den früheren „Bubenherbst“ und Begegnungen mit dem Feldschütz lebendig werden. Kurt Seilheimer präsentierte drei neue Gedichte, darunter humorvolle Beobachtungen zu den Geräuschen moderner Laubbläser. Irene Drayss und Annelie Neher aus Heppenheim unterhielten mit einer Geschichte über herbstliche Hausarbeiten und das Einkochen von Ladwerja.

    Für die musikalische Begleitung sorgte wie seit vielen Jahren Matthias Karb. Der Abend zeigte eindrucksvoll, was die Lômbadda Babbler auszeichnet: Menschen teilen Geschichten, Erinnerungen und ihren ganz persönlichen Humor. Dabei geht es nicht nur darum, alte Wörter und Redewendungen zu bewahren, sondern die Mundart im Alltag lebendig zu halten. Denn Sprache lebt davon, dass sie gesprochen und weitergegeben wird. Die Lômbadda Babbler bewahren damit nicht nur ein Stück sprachliches Erbe, sondern auch Erinnerungen, Gemeinschaft und Heimat. „Solange in Lampertheim mit Begeisterung gebabbelt wird,“ so Horstfeld, „hat unsere Mundart Zukunft.“ zg

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