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Fr., 10. Mai 2019, 10:34 Uhr
Bürgerstiftung und Verein für Vogel- und Naturschutz übergeben Insektenhotel an Gemeinde Biblis
Wohnkomfort für Mauerbienen und Töpfergrabwespen
Foto: Hannelore Nowacki
BIBLIS – Am Gemeindesee an geschützter Stelle in der Nähe des DLRG-Vereinsheims haben Insekten ein komfortables Zuhause bekommen, ein Angebot, das schon rege genutzt wird. Kein Fertighaus aus dem Handel steht dort, es ist ein großformatiges Insektenhotel mit vielen unterschiedlichen Hotelzimmern, das Markus Wolter, Erster Vorsitzender des Vereins für Vogel- und Naturschutz e. V. Biblis (VNB), mit der Jugendgruppe gebaut hat. Das Material dafür im Wert von 600 Euro hat die Bürgerstiftung gespendet. Am Donnerstagabend bei Sonnenschein war Ortstermin mit Bürgermeister Felix Kusicka, Britta Spatz, Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung, und Baumeister Markus Wolter zur offiziellen Übergabe des Insektenhotels an die Gemeinde Biblis. Bürgermeister Kusicka dankte der Bürgerstiftung, Markus Wolter und seiner Jugendgruppe für das Engagement und hofft, dass sich das Verständnis für die Natur bei den jungen Leuten dadurch weiter entwickelt. Kinder und Jugendliche seien früher im Wald herumgelaufen und haben in freier Natur allerlei getrieben, erinnerte sich Kusicka an seine eigene Kindheit. Das sei heute anders. Das Insektenhotel sei an diesem Standplatz am Gemeindesee gut aufgehoben, stellte Kusicka fest. Viele Spaziergänger kämen hier vorbei. Zukünftig werde dieser gut besuchte Naherholungsbereich weiter aufgewertet. Ganz fertig sei das Insektenhotel noch nicht, erklärte Wolter, denn oben rechts fehle noch Lehm und ganz oben ein Kasten für Florfliegen. Auch Holunderholz werde noch ergänzt. „Man glaubt gar nicht, was da alles an Material reingeht“. Nun hofft er, dass die Insekten auch genügend Nahrung finden. Mauerbienen und die Töpfergrabwespe habe er schon beobachtet. Brennnesseln wachsen schon üppig, die seien für mehrere Arten wichtig. Ein Schild informiert die Besucher über die Vielfalt und Lebensweise von Insekten und Vögeln. „Wir sind auf die Tiere angewiesen“, machte der Insekten- und Vogelfreund deutlich. Die Idee zum Insektenhotel hätten Bürger beim Kinderfrühlingsfest vor zwei Jahren an die Bürgerstiftung herangetragen, berichtete Britta Spatz. Kinder könnten hier auch lernen, dass man nicht gleich schreien muss, wenn eine Biene oder Wespe angeflogen kommt, hofft sie. Auch Wolters will Kindern die Scheu nehmen, denn anders als die Honigbienen hätten die Bewohner des Insektenhotels keinen Honig zu verteidigen. Hannelore Nowacki