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  • Do., 02. April 2015, 12:07 Uhr
    Lokale Agendagruppe „Aktive Bürgerbeteiligung“ berichtete über Aktuelles

    Wolfgang Fritsch neu im Sprecherteam

    BUZ: Das Sprecherteam der Agenda-Arbeitsgruppe „Aktive Bürgerbeteiligung“ mit Bernd Ritter (rechts) und Wolfgang Fritsch freut sich gemeinsam mit Silke Reis auf die geplante Bürgerbefragung, von der sie viele weitere Anregungen erwarten. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Die „Aktive Bürgerbeteiligung“ ist zugleich Programm, Ziel und Name der betreffenden lokalen Agendagruppe, die nun schon auf 15 Jahre Agenda-Arbeit zurückblickt. Bei einem Pressegespräch am Montag im Alten Rathaus präsentierten die beiden Sprecher der Arbeitsgruppe einen Rückblick und berichteten von den aktuellen Aktivitäten. In aller Stille hatte sich vor vier Wochen ein Wechsel im Sprecherteam vollzogen: Wolfgang Fritsch wurde Nachfolger von Werner Brall, der von den Aufgaben zurückgetreten war, um sich intensiver seinem weiteren Ehrenamt beim Weißen Ring widmen zu können. Wie Sprecher Bernd Ritter mitteilte, sei Brall die Entscheidung nicht leicht gefallen, aber die Arbeit in der Agenda-Gruppe habe sich als zeitaufwändiger erwiesen als zuvor gedacht. Der 53-jährige Wolfgang Fritsch ist in der Agenda-Arbeit kein Neuling mehr: Seit etwa zweieinhalb Jahren ist er bei der Arbeitsgruppe aktiv. Seit 1995 wohnt der bei Roche Diagnostics in Mannheim tätige Projektmanager in Lampertheim. Was hat ihn zur Mitarbeit in der Agendagruppe „Aktive Bürgerbeteiligung“ bewogen? Fritsch erklärte, er sehe die Notwendigkeit, sich in Lampertheim zu engagieren, um das, was die Stadt ausmacht zu erhalten und auszubauen. „Ich wollte mich engagieren, aber nicht in der Politik, denn ich kann mich nicht mit einer Partei identifizieren“, erklärte Fritsch. Im Rückblick auf 15 Jahre Agenda-Arbeit nannte Ritter sieben Themenbereiche. An erster Stelle steht die Ehrenamtsbörse, die im Internet unter www.ehrenamt-lampertheim.de erreichbar ist. Am Verwaltungsprojekt zur Neubürgerbegrüßung habe die Agendagruppe aktiv mitgearbeitet. In den Jahren 2013 und 2014 wurden Workshops mit Bürgern, Verwaltung und Politik zum Thema Bürgerkommune durchgeführt. Die Gründung einer Polizei-Puppenbühne wurde unterstützt und an den Freiwilligentagen 2012 und 2014 habe sich die Agendagruppe beteiligt. Die Förderung des Gedankens des Mehrgenerationenwohnens habe zur Gründung des Vereins MEWOLA geführt. Ritter betonte, dass die Arbeitsgruppe sich bewusst aus tagespolitischen Themen herauszuhalten versuche. Aktuell beschäftigt sich die Arbeitsgruppe unter Mitwirkung von Silke Reis, die bei der Stadtverwaltung im Fachdienst Kultur und Ehrenamt tätig ist, mit einer ersten repräsentativen Bürgerbefragung in Lampertheim. Die wissenschaftliche Auswertung mit Handlungsempfehlungen übernehme eine Firma aus Darmstadt, teilte Reis mit. Auch werde die Gründung eines Beirates für Menschen mit Behinderung begleitet. Die bereits erarbeiteten Leitlinien zur Bürgerkommune sollen durch die parlamentarischen Gremien verabschiedet werden. Im Sinne einer „Bürgerkommune“ geht es um die Schaffung von Strukturen, die es Bürgerinnen und Bürger erleichtern, aktiver am Gemeinwesen teilzunehmen und sich frühzeitig am Meinungsbildungsprozess zu beteiligen. Die Arbeitsgruppe trifft sich jeden dritten Dienstag im Monat um 19 Uhr im Magistratsraum, der barrierefrei mit Fahrstuhl im ersten Stockwerk des Stadthauses erreichbar ist. Zur Unterstützung für die weiteren „Herausforderungen“ wünscht sich die etwa 15-köpfige Arbeitsgruppe weitere Mitstreiterinnen und Mitstreiter, gerne auch aus den jüngeren Jahrgängen unter fünfzig. Hannelore Nowacki

     

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