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  • Mi., 09. Dezember 2015, 13:51 Uhr
    Flüchtlinge: 2016 werden mehr Familien erwartet / Spürbare Entlastung durch Kristina Delceva

    „Wollen an dezentraler Unterbringung festhalten"

    LAMPERTHEIM – „Derzeit bekommen wir glücklicherweise nach wie vor Wohnraum in der Größenordnung von 8 bis 14 Personen als Unterkunft für Flüchtlinge angeboten", erklärte der Erste Stadtrat Jens Klingler am Mittwoch in einem Magistratspressegespräch bezüglich der aktuellen Situation rund um die Flüchtlinge in Lampertheim. Vier Objekte konnten in der letzten Zeit durch die Stadt bzw. den Kreis angemietet werden, diese sind über das gesamte Stadtgebiet verteilt. „So wird die dezentrale Unterbringung weiter gewährleistet", ergänzte Klingler, um aber gleichzeitig auf veränderte Rahmenbedingungen im kommenden Jahr hinzuweisen. Denn dann wird der Kreis zweimal statt wie bisher einmal wöchentliche eine Zuweisung von Flüchtlingen aus dem Aufnahmelager in Gießen erhalten. „Der Kreis sucht daher mittlerweile nach geeigneten Flächen mit Aufnahmemöglichkeiten von Größen über 100 Personen. Auch Lampertheim muss hier seinen Beitrag leisten, wir möchten dies aber gerne weiter mit Kleinstflächen und dezentral tun – denn 10x10 sind schließlich auch 100 Menschen", so Klingler weiter.

    Bezüglich der Bebauung in der Florianstraße fügte er hinzu, dass der Bauantrag gestellt sei, es aber eine Verzögerung im Kreisbauamt gebe. So sei erst 2016 mit einer Entscheidung und dem Baubeginn zu rechnen, während in Biblis und Einhausen bereits der Spatenstich durch die Christophorus Wohnheime eG erfolgt sei.

    Für das kommende Jahr seien vermehrt Familien zu erwarten. „Dies stellt uns vor neue Herausforderungen, beispielsweise bei der Schaffung von Betreuungsplätzen in Kindertagesstätten und -krippen", warf Klingler einen Blick voraus. Ein Vorteil sei aber auch in diesem Zusammenhang, dass die neue Sozialarbeiterin Kristina Delceva sich sehr schnell eingearbeitet habe und mittlerweile bereits nicht nur der Ansprechpartner der Stadt Lampertheim für Flüchtlinge, Horst Schmitt, sondern auch die ehrenamtlichen Helfer sichtbar entlastet. Benjamin Kloos

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