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Mo., 19. Oktober 2015, 13:00 Uhr
Christine Cepok und Christina Kiehs-Glos präsentieren ihre Werke am 2. November in der Stadtbücherei / Eintritt frei
Wortkultur mit beeindruckenden Texten zu Liebe, Leben und Abschied
Freuen sich auf einen literarischen Höhepunkt des Jahres: Petra Stöckinger (Stadtbücherei Lampertheim), Kulturfachbereichsleiter Rolf Hecher und die Künstlerin Christine Cepok (v.l.). Foto: Benjamin Kloos
LAMPERTHEIM – cultur communal der Stadt Lampertheim lädt am 2. November um 19.30 Uhr zur 14. Veranstaltung in der Reihe „Wortkultur in der Stadtbücherei“ ein. Bei dieser im siebten Jahr erfolgreichen Reihe erwartet die Besucher ein besonderer Abend: So wird Christine Cepok Gedichte aus ihrem Lyrik-Band „Die Närrin” vortragen, während Christina Kiehs-Glos ihr Buch „Die Seele fliegt nach Haus” vorstellen wird. Neben dem Gehörsinn wird auch das Auge angesprochen werden, so präsentieren die Künstlerinnen Bilder und Tusche-Federzeichnungen aus den beiden Werken.
Die im Siegkreis geborene und in Mannheim aufgewachsene Künstlerin Christine Cepok lebt heute in Lampertheim-Hofheim. In ihrem Lyrik-Band „Närrin” präsentiert sie Gedichte, die über einen langen Zeitraum entstanden sind und sich unter anderem aus den Themenbereichen Liebe, Natur, Leben, Vergänglichkeit, Heiterkeit und Farben zusammensetzen . „Ich möchte die Welt erfassen, einfangen, die mir wie ein Rausch erscheint, meine Sinne bewegt, meine Seele nie mehr an einem Ort verweilen lässt”, beschreibt Christine Cepok ihre Lyrik, die im Gedichtband teilweise mit Illustrationen der Malerin Anita Reinhard versehen ist. „Seit einem seelischen Aufbruch im Oktober 1998 habe ich angefangen, Gedichte zu schreiben, manchmal 100 nacheinander”, so die Künstlerin, die unter anderem Mitglied des „Literarischen Quadrats” sowie des Literarischen Zentrums Rhein-Neckarr e.V. „Die Räuber” ist, weiter.
Im harmonischen Wechsel zu Christine Cepok wird Christina Kiehs-Glos ihr Buch und einzelne Werke daraus präsentieren. In ihrem Buch „Die Seele fliegt nach Haus” finden sich Worte und Bilder für Abschied, Trauer und Hoffnung aus Quellen vieler Kulturen. Geprägt von Erfahrungen aus ihrer Kindheit mit Fliegerangriffen im 2. Weltkrieg setzte sie sich später gegen die Stationierung von atomaren Raketen ein und war Mitbegründerin der Friedensgruppe Lampertheim. In Begleitung ihres Vaters, der Bürgermeister in ihrem Kindheits- und jetzigen Wohnort Großdeinbach war, erlebte sie bereits als junges Mädchen vieles, was sich zwischen Geburt und Tod abspielt. Dies spiegelt sich in ihrem Werk wider. Untermalt werden die Texte und Gedichte in ihrem Buch durch Tusche-Federzeichnungen der Künstlerin.
Mit der „Wortkultur in der Stadtbücherei“ bietet cultur communal ein Forum für lokale Lesungen an. Jeweils am ersten Montag im März und November haben die Lampertheimer Bürger die Möglichkeit, lokale und regionale Autoren und ihre Werke persönlich kennen zu lernen. Kulturfachbereichsleiter Rolf Hecher freut sich, dass sich nach wie vor Künstler aus der Region finden, die das Projekt „Wortkultur” anspricht. „Mit Petra Stöckinger haben wir eine Kraft hinzugewonnen, die mit Herz und Seele dabei ist.” Der Eintritt zur Wortkultur am 2. November in der Stadtbücherei ist wie immer frei. Benjamin Kloos