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Do., 10. Dezember 2020, 13:04 Uhr
STARKES STATEMENT: Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Stass und Stadtverordnetenvorsteher Jürgen Eberle mit Dank und Appell
„Wünschen uns jüngere Menschen in der Politik und eine bessere interkommunale Zusammenarbeit”
Lampertheims Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Stass und Bürstadts Stadtverordnetenvorsteher Jürgen Eberle bezogen zur interkommunalen Zusammenarbeit Stellung – und äußerten sich dabei auch zur aktuellen Lage rund um Corona. Foto: Benjamin Kloos
BÜRSTADT/LAMPERTHEIM – Die beiden Gemeinden Bürstadt und Lampertheim wollen und sollen künftig noch stärker an einem Strang ziehen – dies wünschen sich zumindest Lampertheims Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Stass und Bürstadts Stadtverordnetenvorsteher Jürgen Eberle. Ihre Ideen stellen sie am Donnerstag im Rahmen eines Pressegesprächs vor. Gleichzeitig appellierten sie an die weitere Einhaltung der Coronaregeln und für ein Engagement gerade jüngerer Menschen in der Kommunalpolitik.
„Aufgrund der Corona-Pandemie haben wir diesen Weg gewählt, um uns statt wie sonst zu Ende der letzten Stadtverordnetenversammlung des Jahres öffentlich zu äußern”, erläuterte Jürgen Eberle und stellte die Ideen für die Zukunft bezüglich der Zusammenarbeit beider Städte vor.„Beide Städte haben ein tolles kulturelles Angebot – warum bündeln wir diese Kräfte nicht? Gerade nach der Pandemie sollten beide Städte hier enger zusammenarbeiten und Ressourcen bündeln.” Zudem habe Lampertheim eine tolle Bad-Landschaft mit Badesee, Freibad und bald auch wieder einem Hallenbad. „Auch hier könnte man über ein Kombiticket Synergieeffekte erzielen”, so Jürgen Eberle weiter, der die „gemeinsame Spargelwanderung als sichtbares Zeichen gelungener interkommunaler Zusammenarbeit sieht. „Dies war der Startschuss, der aber leider nie fortgeführt wurde. Wir sind beide Mittelzentren und wenn wir diesen Status erhalten wollen, müssen wir intensiver zusammenarbeiten.”
Mit Blick auf die Corona-Pandemie betonte Jürgen Eberle: „Die Bürger beider Städte setzen die Vorgaben hervorragend um. Vielen Dank für das disziplinarische Verhalten, auch mit Blick auf die Kinder und Senioren. Birgitte Stass richtete in diesem Zusammenhang einen Appell an die jüngeren Menschen: „Ich bitte diese, etwas mehr Geduld zu haben in dieser schwierigen Zeit und nicht unbedingt Party zu machen. Es ist wichtig, sich Gedanken zu machen, denn es hilft uns nichts, wenn wir das Weihnachtsfest groß feiern und dann jemand erkrankt und wir ihn dann nicht mehr sehen können. Das wäre das Schlimmste. Seien Sie daher rücksichtsvoll und nachsichtig, damit die Infektions- und vor allem die Todeszahlen zurückgehen. Dies fällt älteren Menschen sicher leichter als jüngeren, das verstehe ich auch aber man sollte Weihnachten nutzen, um sich herunterzufahren.”
Unverständnis äußerste Brigitte Stass hingegen bezüglich der Querdenker und Corona-Leugner und findet klare Worte: „Ich verurteile die Querdenker und habe hierfür überhaupt kein Verständnis. Das Wort Querdenker wird durch diese Menschen verunglimpft, denn eigentlich bedeutet dieses etwas sehr Positives und das man in alle Richtungen offen ist. Diese Menschen sind aber Falschdenker und keine Querdenker!”
Dass es auch anders geht beweisen zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sowie auch die Vereine der beiden Städte. „Diese haben sehr kreative Aktionen kreiert, sowohl in den Vereinen selbst als auch nach außen, mit verschiedenen Hilfsaktionen wie beispielsweise dem Einkaufsservice oder Unterstützung für die Tafel”, lobten Jürgen Eberle und Brigitte Stass. „Dies ist ein Zeichen näheren Zusammenrückens trotz Maske und Abstand. Unterstützen Sie bitte die Vereine, wenn diese Aktionen anbieten.”
„Dies ist meine letzte Amtszeit als Stadtverordnetenvorsteherin. Ich finde es wichtig, Jüngeren den Vorzug für diese Amit zu überlassen, da diese ein anderes Denken haben. Grundsätzlich ist es sehr schade, dass in der Politik häufig vor allem Ältere vertreten sind”, so Brigitte Stass. Aus diesem Grund ruft sie gemeinsam mit Jürgen Eberle gerade die jüngeren Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich in der Kommunalpolitik zu engagieren. Benjamin Kloos