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  • Di., 12. April 2016, 08:30 Uhr
    MGV „Harmonie“ präsentierte die schönsten Lieder aus dem „Vogelhändler“

    Wunderschöne Melodien – prächtige Inszenierung

    Ein großer Strauß roter Rosen wurde zum Schluss auf der Bühne verteilt – ein Bild der Harmonie nach dramatischen Verwicklungen mit wunderschönen Melodien. Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT – Eine großartige Leistung haben die drei Chöre des MGV „Harmonie“  mit ihrer Aufführung der Operette „Der Vogelhändler“ am Samstagabend im Bürgerhaus präsentiert – ein Musikgenuss mit wunderschönen Melodien, die seit der Uraufführung der Operette in Wien im Jahr 1891 immer wieder kehren. Auch fürs Auge war einiges geboten. Zum schönen Bühnenbild, das Karl-Heinz Kilian und sein Team geschaffen hatten, gesellten sich die Chöre in Trachtenkleidung, hübsche Dirndlkleider bei den Damen, viele Lederhosen und Trachtenjacken bei den Herren. Ein Bild mit praller Lebendigkeit, eine prächtige Inszenierung mit dem Spannungsbogen zwischen Dramatik, Humor und Harmonie. Kein Wunder auch, dass sich Adam, der Vogelhändler aus Tirol (Gerhard Schramm) in die entzückende Christel von der Post (Carolin Samuelis-Overmann) verliebt hat. Er ausgebildeter Tenor, sie ebenfalls studierte Sopranistin – auch Sabine Valentin, die eine klassische Gesangsausbildung absolviert hat, beeindruckte mit ihrer Sopranstimme, die sie der Kurfürstin Marie mitgab. Sie unterstützten die Chöre mit professioneller Präzision. Die Gesamtleitung hatte Dirigent Thomas Adelberger, der alle drei Chöre leitet und die Operette für den Chorgesang und die Bühnenpräsentation bearbeitet hat. Bei der Vorführung dirigierte Adelberger auch das begleitende Orchester mit Violine (Olav Veltman, Cynthia Bandara), Cello (Kerstin Bauer), Klarinette (Karl-Heinz Kistner) und Bass-Posaune (Kim-Dirk Linsenmeier). Männerchor, Frauenchor und der junge Chor „Inspiration“ boten dem Publikum ein harmonisches Klangbild, das sie sich bei Proben über ein ganzes Jahr erarbeitet hatten. Gesprochene Spielszenen waren die erzählerische Klammer der Geschichte, die einst als Komödie angelegt war. Lustig war die Prüfung, die Adam bei den beiden Professoren Süffle(Claus Laut) und Würmchen (Michael Held) ablegen musste, um die gewünschte Stelle zu bekommen. Am Ende drückte Süffle dem Würmchen glücklich einen Bussi auf die Wange. Die bekannten Melodien zogen das Publikum in ihren Bann, unwillkürlich klatschten die Zuhörer im Rhythmus der schwungvollen Musik mit. Zu Beginn winkten die Mitwirkenden zum Lied „Grüaß enk Gott, alle miteinander“ sich und dem Publikum fröhlich zu. Zauberhaft sang die Christel „Ich bin die Christel von der Post“ und zum Lied „Schenkt man sich Rosen in Tirol“ wurden rote Rosen unter den Chören verteilt. Am Schluss stand die gesungene Erkenntnis: „Kämpfe nie mit Frau’n“. Im ersten Akt war die Bühne der Dorfplatz, der zweite Akt spielte im Schloss und im dritten Akt fanden sich die Akteure im Schlossgarten wieder. Mitreißende Walzermelodien drückten die unbändige Lebensfreude aus. Für die Choreografie des Vogelballetts mit dem Chor „Inspiration“ zeichnete Jasmin Heiderich verantwortlich.  Eine weitere Aufführung präsentierte der MGV „Harmonie“ am Sonntagnachmittag. Hannelore Nowacki

     

     

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