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  • Di., 04. September 2018, 14:54 Uhr
    Erste Kinder in neuer Kita „Farbenfroh” in Ringstraße eingezogen / Helle Räume, moderne Möbel und viel Freiraum 

    Wundervoller Ort für Spiel, Spaß und Kreativität

    Das Klettergerüst mit Anlehnung an das Gleisdreieck steht bereits und auch im Innern tut sich schon etwas: Am Montag zogen die ersten Kinder in die neue Kita „Farbenfroh” in der Ringstraße ein, am Dienstag wurde diese offiziell vorgestellt. Foto: Benjamin Kloos


    LAMPERTHEIM – Noch ist kaum ein Kinderlachen zu vernehmen, doch schon bald werden sich die Räume mit fröhlichem Stimmengewirr füllen: Am Montag startete die neue Kindertagesstätte „Farbenfroh” in der Ringstraße, am Dienstag wurden die neuen Räumlichkeiten der Presse vorgestellt. Die Kita bietet Raum für 112 Kinder, die von insgesamt elf Erzieherinnen und einem Erzieher betreut werden. Aktuell sind nur wenige Kinder in der Einrichtung, nämlich diejenigen, die zuvor in der Übergangsgruppe in der Kita Saarstraße untergebracht waren. Derzeit finden Eingewöhnungen statt, bis Dezember sollen 36 Kinder die Kita besuchen.

    „Wie versprochen konnten wir am 3. September starten. Danke an alle Beteiligten, das Familienzentrum Bensheim für die Trägerschaft, die Technischen Betriebsdienste, die SEL und allen, die zum Gelingen beigetragen haben”, freute sich der Erste Stadtrat Jens Klingler.

    Eins wird bereits beim ersten Anblick der neuen Räume  und des großen, geräumigen Flures, der zum Spielen einlädt, deutlich, wie ein Rundgang veranschaulichte: Die Kinder haben viel Raum und Platz zum Spielen und sich entfalten, in heller und freundlicher Atmosphäre und mit modernen Möbeln. Insgesamt gibt es fünf Gruppen, eine für den Krippenbereich für Kinder zwischen 1 und 3 Jahren und vier Gruppen für den Kita-Bereich. Passend zum Namen der Kita sind die Gruppen nach Farben benannt. Der Name wurde übrigens bewusst gewählt. Denn er spiegelt die Vielfalt wider, die sich in der neuen Kita finden wird – auch in den Nationen sowohl bei Erziehern als auch den Kindern.

    Raum für Ideen

    Jeder Gruppenraum verfügt über einen Nebenraum und eigene Toiletten, wobei der Nebenraum für die Krippenkinder als Schlafraum genutzt wird. Im Außenbereich steht für jede Gruppe eine eigene Terrasse mit Sonnenschirm zur Verfügung. Alle Möbel sind multifunktional und beweglich. So können die Räume je nach Bedarf umgestaltet werden. Die Gruppen selbst dienen als Basis, als Rückzugsort für die Kinder, die sich vormittags in der Kita je nach Interessenlage beschäftigen können.  So gibt es einen Raum für Rollenspiele, in dem Kinder sich verkleiden oder Kaufladen spielen können, einen Bau- und Konstruktionsraum, in dem Platz zum Forschen, Experimentieren und Bauen ist und ein Atelier. In diesem wird der Kreativität der Kinder freien Lauf gelassen, sei es beim Malen oder beim Basteln. Aber selbstverständlich gibt es auch Rückzugsräume wie den Snoozleraum, in dem Kinder sich entspannen oder Bücher betrachten können.

    Geöffnet ist die Kita von 7 bis 17 Uhr, wobei zwischen 7.30 Uhr und 8.30 Uhr die Möglichkeit zum offenen Frühstück im eigens eingerichteten Frühstücksraum besteht. In diesem gibt es auch einen Nachmittagssnack sowie das Mittagessen, welches geliefert wird.

    Spiel und Spaß im Freien

    Im Außenbereich entsteht derzeit noch ein Spielparadies. Das Holz-Klettergerüst mit Bezug zum Gleisdreieck steht bereits, hier finden sich Element wie eine Bahnhofsuhr oder ein farblich als Schranke gestalteter Kletterbalken wieder. Es folgen noch ein Sandkasten, eine Schaukel sowie eine Bobby-Car-Strecke sowie natürlich die passende Begrünung. Zudem gibt es eine eigene Kleinkinderspielfläche. Umgesetzt wird die Gestaltung durch die Technischen Betriebsdienste.

    „Wir wollen täglich mit den Kindern ins Freie”, lautet eine der Grundregeln der Kita. Ebenfalls wichtig ist dem neuen Team um Leiterin Lucia Pinna der Kontakt nach außen. So sind Besuche bei Bäckereien und Spielplätzen ebenso geplant wie regelmäßige Waldtage und das gemeinsame Einkaufen. Und natürlich bieten auch die künftigen Baustellen des neuen Baugebietes Spannung für die neugierigen Kinderaugen.

    Für das Familienzentrum war und ist es eine große Herausforderung, die Einrichtung komplett neu aufzubauen. Aber es wurde ein tolles Team gefunden und auch die Eltern bringen sich mit eigenen Ideen engagiert ein. Dies ist auch bewusst so gewollt, und so gibt es einen eigenen Raum für Elterngespräche, aber auch für Treffen von Eltern und in erster Linie auch als Rückzugsraum für die Eltern während der Eingewöhnung ihrer Kinder, die für das Team sehr wichtig ist. Denn die Kinder sollen ankommen und sich wohlfühlen.

    Hintergrund

    Knapp zwei Jahre ist es her, als die Stadtverordnetenversammlung aufgrund des Bedarfes einer neuen, fünfköpfigen Kindertagesstätte sowohl für U3- als auch für Ü3-Kinder den Bau der jetzigen Einrichtung im Neubaugebiet „Gleisdreieck Ringstraße” beschlossen hat. Damit die Maßnahme letzten Endes schnell verwirklicht werden konnte, wurde ein Teilbereich aus dem gesamten, derzeit in der Aufstellung befindlichen, Bebauungsplan herausgelöst und mittels eines eigenen Bebauungsplanes auf den ehemals zum Außenbereich gehörenden Grundstücken Baurecht geschaffen. Parallel zu diesem Vorgang wurde überprüft, inwieweit der Bau und die Trägerschaft an konfessionelle oder freie Träger übertragen werden kann. Als Träger konnte hierbei das Familienzentrum Bensheim mit seinem Bewerbungskonzept überzeugen.

    Die Baukosten inklusive Ausstattung und Außenanlage belaufen sich auf insgesamt 2,2 Millionen Euro. Durch das Land beziehungsweise den Kreis wurde ein Zuschuss in Höhe von insgesamt 800.000 Euro gewährt. Mit der Kindertagesstätte wurde somit eine kostengünstige und räumlich großzügige Einrichtung geschaffen, die alle heutigen Anforderungen erfüllt. Die offizielle Einweihung wird nach Fertigstellung des Außengeländes am 20. Oktober erfolgen.

    „Die Kita Farbenfroh ist eine wichtige und prägende Einrichtung im Gleisdreieck, das Neubaugebiet kommt jetzt  hinzu. Für Eltern in Lampertheim bieten wir eine große Auswahl: Es gibt sowohl städtische Kitas als auch Kitas unter konfessioneller Trägerschaft sowie unter freier Trägerschaft wie der Lebenshilfe und jetzt des Familienzentrums. Letzteres ist auch ein wichtiger Ansprechpartner für uns wenn es um den Bereich der Tagespflege geht. Daher sind wir froh, diese als Partner mit ins Boot bekommen zu haben. Und wir sind froh, günstig bei dennoch hoher Qualität bauen zu können”, so Jens Klingler abschließend. Benjamin Kloos

     

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