Di., 31. März 2020, 10:33 Uhr
Arbeitslosenzahl um 301 auf 19.032 Personen gesunken / Quote liegt bei 4,2 Prozent
Zahlen durch Corona-Krise im März nicht aussagekräftig
KREIS BERGSTRASSE – „Derzeit bereitet sich das Corona-Virus europaweit mit exponentieller Geschwindigkeit aus. Um die Ausbreitung in Deutschland zu verlangsamen, wurden von der Politik bereits weitreichende Maßnahmen ergriffen. Auch die Bundesagentur für Arbeit hat bereits mit verschiedenen Maßnahmen reagiert, u.a. wurde ab dem 18.03.2020 der persönliche Publikumsverkehr eingestellt. Die Gewährleistung von Arbeitslosen- und Kurzarbeitergeld hat in Zeiten eines weitgehend eingeschränkten Kundenverkehrs oberste Priorität. Wir tun daher alles, um so schnell und so unbürokratisch wie möglich zu unterstützen. Und somit gehört zu unseren momentanen Schwerpunktaufgaben die telefonische Entgegennahme von Arbeitnehmeranliegen wie Arbeitslosmeldungen und die Beantwortung von Fragen zur Arbeitslosigkeit und die Beratung von Arbeitgebern zur Kurzarbeit. Durch interne personelle Umschichtungen und Schulung von fachfremden Kolleginnen und Kollegen sind wir an Werktagen von 8 bis 18 Uhr für unsere Kunden telefonisch erreichbar. Wer uns zu den Stoßzeiten nicht erreichen sollte und eine Nachricht hinterlässt, wird zurückgerufen,“ so Birgit Förster, Vorsitzende der Agentur für Arbeit Darmstadt.
Im März waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Darmstadt 19.032 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen um 301 Personen gesunken. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen liegt bei 4,2 Prozent. Im Vorjahr waren ebenfalls 4,2 Prozent.
„Die Arbeitslosenzahlen im März bilden die aktuelle Entwicklung noch nicht ab, da die Daten immer Mitte des Monats, also letztmalig zum 12.03.2020, erhoben wurden. Erst mit den Zahlen ab April werden wir Veränderungen erkennen und ich rechne mit einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Angesichts der in weiten Teilen ruhenden Wirtschaft bleiben Neu- und Wiedereinstellung aus. Die Unternehmen betreiben eine verantwortungsvolle Personalpolitik und unternehmen alles, um ihre Beschäftigten im Unternehmen zu halten. Ein probates Mittel stellt die Anmeldung von Kurzarbeit dar,“ erläutert Birgit Förster weiter.
Bereich der Geschäftsstelle Lampertheim
Die Arbeitslosigkeit hat sich von Februar auf März um 78 auf 1.850 Personen verringert. Das waren 184 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im März 3,5%; vor einem Jahr belief sie sich auf 3,8%. Dabei meldeten sich 527 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 11 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten gegenüber dem Vorjahr praktisch unverändert 613 Personen ihre Arbeitslosigkeit (–2). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 1.645 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 87 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 1.656 Abmeldungen von Arbeitslosen (–14).
Der Bestand an Arbeitsstellen ist im März um 33 Stellen auf 675 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 120 Arbeitsstellen weniger. Arbeitgeber meldeten im März 192 neue Arbeitsstellen, 59 weniger als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 569 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 25.
Gesonderte Betrachtung des Landkreises Bergstraße
Im März waren im Landkreis Bergstraße 5.033 (Vormonat:5.124 Menschen) arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen um 91 Personen (-1,8 Prozent) gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat (Bestand:5.220) sank die Arbeitslosenzahl um 187 Personen (-3,6 Prozent). Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag bei 3,4 Prozent. Im Vorjahr waren es 3,6 Prozent. zg