„Kind, Du bist einmalig!“: 50 Jahre KiTa „Am Graben” gefeiert / Gottesdienst und im Anschluss Spiel und Spaß rund um die Notkirche
Zahlreiche Glückwünsche zum Jubiläumsfest
In und um die Einrichtung herum wurde ein buntes Programm geboten, bei dem keine Langeweile aufkommen konnte.
LAMPERTHEIM – „Kind, Du bist einmalig!“, lautete das Motto am Sonntag zunächst in der Domkirche, dann in der Kindertagesstätte Am Graben, sowie in und um die Notkirche herum. Zum Thema gestalteten Pfarrer Adam Herbert und die Erzieherinnen den Gottesdienst, in dem 25 Schulanfänger aus der Kita verabschiedet wurden. „Was wollen wir damit ausdrücken?“, stellte die Leiterin der Kita Bärbel Ohl in Bezugnahme auf das Motto in den Raum. „Ganz einfach!” Jeder von uns, besonders die Kinder, habe Fähigkeiten, die einmalig seien und von denen man gegenseitig profitieren könne. „Ihr Schulkinder werdet uns fehlen“, betonte Ohl abschließend, bevor sie alle Gäste zum Mittagessen und dem anschließenden Jubiläumsfest in und um die Notkirche herum einlud.
Dort empfingen die Kinder der Kita ihre Gäste mit einem Lied: „Unser Kindergarten hier am Graben”. 1964 weihte Pfarrer Wilhelm Ohl die Kindertagesstätte ein, die bislang als Kleinkinderschule und aufgrund der Verköstigung der Kinder auch „Suppenküche“ genannt wurde. Seinerzeit galt die Einrichtung als „Musterkindergarten“. Verantwortlicher Architekt war Karl Rockenfeld, dessen Sohn heute in seine Fußstapfen trete, so Ohl in ihrer Begrüßung: „Herbert Rockenfeld ist heute für die Jubilarin verantwortlich.“ Die 50-jährige Diva hat inzwischen Falten bekommen.“ Renovierungen stünden dringend an, die die Gemeinde als Träger nach und nach übernehmen werde. Einen Rückblick auf die vergangenen 50 Jahre boten zahlreiche Stellwände im Flur der Kita, sowie zeitgenössische Dokumente und Texte. Ohl freute sich besonders auch viele Ehemalige auf dem Fest begrüßen zu können. Sie selbst begann 1973 als Erzieherin in der Einrichtung, wo sie 2011 die Leitung übernahm.
Nachdem auch Bürgermeister Gottfried Störmer die Gäste begrüßte und seine Glückwünsche und die der Stadt überbrachte, begann ein buntes Programm für die Kinder.
„Jedes Kind kann irgendetwas gut“, lautete der Titel, sowie ein Lied des Kinderunterhalters Jörg Schreiner alias Theo Tollpatsch, der auf der Bühne nicht nur die Kleinen begeisterte. „Ich war schon immer so ein Clown, ein Quatschkopf“, erklärte Schreiner, der seit 1989 als Musiker tätig ist. Das erste Buch mit Hörspiel erschien 2004 und war Inspiration für den Titel: „Jedes Kind kann irgendetwas gut“, ergänzte Schreiner weiter.
Manuel Ding
Alina, Eva und Mira tobten in den bunten Bällchen. Foto: Manuel Ding
„Jedes Kind kann irgendetwas gut.“ Theo Tollpatsch (Jörg Schreiner) begeisterte die Kinder mit Liedern zum Mitklatschen, -tanzen und -singen. Foto: Manuel Ding