
LAMPERTHEIM – „Herbst ist die Zeit des Loslassens“, brachte Pfarrerin Sabine Sauerwein gleich zu beginn das Thema des Gottesdienstes am vergangenen Sonntag in der Domkirche vor. Mit dem Ausscheiden in den Ruhestand hieß es sowohl für die bisherige Geschäftsführerin der Diakoniestation Lampertheim, Uta Herwig, als auch für die Kolleginnen und Kollegen, Partnerinnen und Partner sowie Klientinnen und Klienten Abschied nehmen. In ihrer Predigt stellte Sauerwein geschickt den Bezug zwischen dem Predigttext und der Verabschiedung her, denn das Gleichnis vom reichen Kornbauern unterstreicht, was Herwig ihrer Nachfolgerin Susanne Benz übergibt: Herwig habe einen reichen Schatz an immateriellen Gütern anhäufen dürfen, so Sauerwein, den ihre Nachfolgerin weiterführen dürfe, denn „unser Leben wird dadurch reich, dass wir es mit anderen teilen“.
Hans-Jürgen Schuster, 1. Vorsitzender der Diakoniestation Lampertheim, hielt eine kurze aber aussagekräftige Laudatio auf die scheidende Geschäftsführerin. „Empathie war für sie nie nur ein Wort, sondern gelebte Nächstenliebe“, beschrieb er das Wirken Herwigs treffend und bedankte sich für die in den vergangenen sieben Jahren geleistete Arbeit mit einem großen Blumenstrauß. Herwig selbst zeigte sich gerührt und betonte, sich in den Worten der Predigt wiedergefunden zu haben: Das wahre Christentum zeige sich darin, was wir füreinander tun. „Miteinander, aus vielen Händen, entsteht ein gemeinsames Werk“, lobte Herwig die Gemeinschaft in der Diakoniestation, „ihr seid diejenigen, die das Licht unter die Menschen bringen.“
Am 1. September hatte Susanne Benz das Amt der Geschäftsführung übernommen. Vier Jahre habe sie bereits Erfahrung in der Diakoniestation Lampertheim sammeln dürfen, verriet Pflegedienstleiter Björn Burwitz zur offiziellen Begrüßung. Durch ihre Tätigkeit im Menüservice und ihre Verantwortlichkeit für den Fuhrpark habe sie bereits wertvolle Erfahrung sammeln dürfen. Er wünschte Benz viel Kraft, ein offenes Ohr, ein glückliches Händchen und viel Geduld. „Sie haben ein großes Team hinter sich stehen“, bestärkte Burwitz, „wir freuen uns auf die gemeinsame Zeit.“
Nadine Schütz
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