MITGLIEDERVERSAMMLUNG: Förderverein Domkirche blickt zurück und informiert über Projekte
Zimbelstern und Register zum 18. Geburtstag
Adolf Nalbach hat nach 22 Jahren aktiver Vorstandsarbeit nicht mehr kandidiert. Auf seine Unterstützung können die von der Versammlung einstimmig Gewählten Susanne Braun, Christa Wetzel, Hans Becker, Herbert Eichenauer, Rudolf Steffan, Silke Schuster und Klaus Kuczinski (v.l.) aber auch weiterhin zählen. Foto: Petra Gahabka
LAMPERTHEIM – Auch der Förderverein Domkirche Lampertheim kämpft mit den Folgen der Coronapandemie. Durch den Wegfall traditioneller Veranstaltungen fehlen zum einen wichtige Einnahmen, zum anderen konnte die Werbetrommel nicht wie gewohnt gerührt werden. Bei der Mitgliederversammlung in der Notkirche, die am Sonntag im Anschluss an den Gottesdienst stattfand, war aber auch viel Erfreuliches zu hören.
„Wir sind stolz darauf, dass die letzte Rate für die Orgel bezahlt ist“, berichtete der Erste Vorsitzende Herbert Eichenauer. Oberstes Ziel für dieses und nächstes Jahr sei es, die bisherige erfolgreiche Arbeit des Fördervereins, der 1992 gegründet wurde, kontinuierlich fortzusetzen. Im Vordergrund steht dabei die finanzielle Unterstützung der Domkirche samt Orgel, die am 16. Juli 2023 volljährig wird – was auch gebührend gefeiert werden soll. Ein Geburtstagsgeschenk ist schon ausgesucht: Es fehlen noch zwei Register im Gesamtbetrag von zirka 42.000 Euro. Hier ist der Förderverein bestrebt, maßgeblich zur Finanzierung dieser Register Mittel beizutragen. Der bereits angeschaffte Zimbelstern, ein klingendes Spielwerk, soll Ende dieses Jahres in der „Großen Blauen“ installiert werden.
Neben den zahlreich erschienen Mitgliedern galt ein besonderer Willkommensgruß Pfarrerin Sabine Sauerwein, die zu Beginn ein geistliches Wort sprach. „Der Vorstand ist eine Ansammlung von Menschen, die ihre Gaben einbringen: Ihre Klugheit, ihre Stärke und schließlich auch die Finanzbereitschaft, die dem Wohl unserer Lukasgemeinde dient.“ Sie sei stolz auf die geleistete Arbeit des Fördervereins, gerade in den letzten zwei Jahren habe dieser Durchhaltevermögen bewiesen und sei an der Sache drangeblieben. Abschließend wünschte sie dem Vorstand und allen Mitgliedern, „dass wir wieder in besseres Fahrwasser kommen und uns wieder zu gemeinschaftlichen Zusammenkünften treffen dürfen, wie wir es gewohnt sind und gerne haben“.
Pandemiebedingt mussten 2021 Veranstaltungen wie „Orgel-Käse-Wein“, die traditionelle Weinprobe und eine Mehrtages-Reise nach Friesland abgesagt werden. Man war man froh, dass zumindest der Orgelsommer inklusive Weinausschank an fünf Sonntagen stattfinden konnte. Zudem übernahm der Förderverein bei vier Veranstaltungen des Dekanats die Bewirtung. „Mehr war nicht drin“, so Eichenauer. Erfreut zeigte er sich über eine große und erhöhte Spendenbereitschaft im vergangenen Jahr von fast 5.000 Euro. Ein Dank galt auch den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die den Verein vielfältig unterstützt haben, Pfarrerinnen, Gemeindesekretärinnen und Küster eingeschlossen.
Herbert Eichenauer zeigte sich zuversichtlich, dass bis Mitte des Jahres wieder Veranstaltungen durchgeführt werden können. Ob die für den 13. und/oder 14. Mai geplante traditionelle Weinprobe stattfindet, sei noch ungewiss. Auf stabile Verhältnisse hofft er für den Orgelsommer im August, den Jahresausflug am 15. September und im Herbst für die Veranstaltung, „Orgel-Käse-Wein“ sowie die Mehrtagesfahrt an den Bodensee. Neben der Orgelunterstützung stellt der Förderverein von 2022 bis 2029 jeweils 5.000 Euro zur Darlehenstilgung (Gesamtvolumen 50.000 Euro) des Kirchendaches, das aufwendig saniert wird, bereit. Auch an der Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit wird fleißig gearbeitet, über Flyer und Homepage sollen neue Mitglieder gewonnen werden.
Bei der Neuwahl des Vorstandes sprach sich die Versammlung geschlossen für den Ersten Vorsitzenden Herbert Eichenauer aus. Auch sein Stellvertreter Rudolf Steffan, Schriftführerin Susanne Braun, Finanzwart Marc Schall und die Beisitzer Klaus Kuczinski, Christa Wetzel und Silke Schuster wurden in ihren Ämtern einstimmig bestätigt. Neu mit dabei ist Beisitzer Hans Becker. Er tritt die Nachfolge von Adolf Nalbach an, der nach 22 Jahren aktiver Vorstandsarbeit nicht mehr kandidierte, den Förderverein aber weiterhin unterstützen möchte. Petra Gahabka