TIP appelliert an Verkehrsteilnehmer: Nehmen Sie Rücksicht und fahren Sie angemessen
Zu hohe Geschwindigkeiten trotz Messanlage
Rasen gefährdet alle Verkehrsteilnehmer: Bitte bringen Sie das Gesicht auf der Geschwindigkeitsanzeige durch angepasstes Fahren zum Lachen! Foto: Benjamin Kloos
HÜTTENFELD/NIBELUNGENLAND – Die Weihnachtsferien enden an diesem Wochenende, am Montag steht der erste Schultag des neuen Jahres an. An vielen Stellen weisen zu dieser Zeit wieder Plakate und Schilder darauf hin, Rücksicht auf die Schüler zu net men – so auch in Hüttenfeld in Höhe des Litauischen Gymnasiums.
Und dies völlig zurecht: Denn während aufgrund der Blitzeranlage aus Richtung Hüttenfeld selbst kaum Gefahr für die Schüler aufgrund von Fahrzeugen mit zu hoher Geschwindigkeit besteht, sieht dies aus Richtung Hemsbach kommend schon anders aus: Kurz nach dem Ortseingangsschild folgt eine scharfe Kurve, hinter der bereits das Litauische Gymnasium liegt. Hier ist zwar eine 30er-Zone eingerichtet, doch an diese hält sich – wie durch den TIP selbst in Augenschein genommen – kaum ein Verkehrsteilnehmer. Als Lösung wurde vor einiger Zeit eine Geschwindigkeitsmessanlage installiert, die aber zwei wesentliche Nachteile mit sich bringt: Denn erstens ist sie an der linken Straßenseite montiert, während der Blick des Fahrers vormerklich den Schildern an der rechten Seite gilt, und zweitens ist diese zu knapp vor der Kurve angebracht.
Mit 70 statt 30 km/h
Viele Autos rasen mit mehr als 50, teilweise sogar über 70 km/h an der Messanlage vorbei – viel zu schnell, um auf den letzten Metern vor der Kurve noch eine angemessene Geschwindigkeit zu erreichen. Dies führt nicht nur zu einem erhöhten Risiko für die Schüler und andere Fußgänger auch im Bereich des Gehweges, sondern zugleich auch für den Gegenverkehr in der engen Kurve. Zumal kurz nach der Kurve auch die Bushaltestelle folgt, an der viele Schüler aussteigen um dann die Straße zu überqueren.
Ein erhöhtes Risiko besteht gerade jetzt zu Beginn der Schule nach den Ferien dadurch, dass Autofahrer nicht mit Schülern rechnen und auch aufgrund der schwierigen Sichtverhältnisse bei der tiefstehenden Wintersonne in den Morgenstunden. Ein Unfallrisiko in der engen Kurve ist zudem aufgrund der im Winter häufig nassen und rutschigen Straßen gegeben.
Die Folge der überhöhten Geschwindigkeit ist ein trauriges Gesicht auf der Anzeige, Ziel muss es aber gerade im Sinne der Sicherheit der Schüler sein, sowohl auf der Anzeige als auch daraufhin bei den Schülern ein lachendes Gesicht hervorzuzaubern. Denn ein entspannter Weg zur Schule ohne Angst, überfahren zu werden, ist ein guter Start in den Schultag und damit Basis für gutes Lernen.
Fahren Sie angemessen!
Daher richtet der TIP heute einen Appell an alle Autofahrer, nicht nur in Hüttenfeld, sondern in der gesamten Region: Fahren Sie immer mit angemessener und den Witterungsbedingungen angepasster Geschwindigkeit – gerade jetzt, wenn es kälter werden soll und damit die Straßen bei Nässe glatt und damit noch rutschiger sein können. Nehmen Sie Rücksicht auf die Schüler und anderen Fußgänger, aber auch auf sich und Ihre Gesundheit. Damit alle gut ankommen. Benjamin Kloos