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Mo., 28. März 2022, 13:51 Uhr
CDU: Franz Korb als Stadtverbandsvorsitzender wiedergewählt
Zufrieden mit Bilanz seit der Kommunalwahl vor einem Jahr
Der neue Vorstand und die Gäste zeigten sich in bester Stimmung. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Franz Korb bleibt CDU-Stadtverbandsvorsitzender, einstimmig von den 28 stimmberechtigten Mitgliedern am Freitagabend in der Zehntscheune gewählt. In seiner Stellungnahme im Anschluss sagte Korb, er nehme die Wahl sehr gerne an. Weiterhin zähle er auf guten Zusammenhalt. Björn Hedderich bleibt 2. Vorsitzender und Mitgliederbeauftragter. Der Vorstand wurde mit Edwin Stöwesand um einen zweiten stellvertretenden Vorsitzenden erweitert. Patrick Rupp wurde als Schriftführer wiedergewählt. Neuer Schatzmeister ist Marco Knecht. Auf der Tagesordnung der ersten Mitgliederversammlung seit zwei Jahren standen weitere Wahlen. Die Zahl der Beisitzer wurde von fünf auf sechs erweitert. Wiedergewählt wurden Werner Hofmann und Thiemo Fojkar, neue Beisitzer sind Margareta Hofmann, Julia Hinz, Susanne Volkert und Stefan Griesheimer. Lisa Galvagno und Torsten Volkert sind die gewählten Rechnungsprüfer. Als Wahlleiterin wurde die neue CDU-Kreisvorsitzende Birgit Heitland auserkoren, die den Lampertheimer Stadtverband zum ersten Mal seit Antritt ihres neuen Amts besuchte und mit Lob zur engagierten und dynamischenArbeit der Lampertheimer CDU nicht sparte. In seinem Rechenschaftsbericht ging Korb zwei Jahre bis 2020 zurück, eine von der Pandemie geprägte Zeit mit wenigen Kontakten und ausgefallenem 75-jährigen Jubiläum des Stadtverbandes, der am 10. September 1955 gegründet wurde. Fest eingeplant ist jetzt aber das Frühlingsfest am 23. April mit Ehrungen. Seit 24. Februar 2022 gebe es mit dem Krieg in der Ukraine neue Herausforderungen, wobei die Unterbringung von Flüchtlingen erhebliche Anstrengungen erfordern werde. „Die Menschen dort verteidigen ihr Land, aber auch unsere Art zu leben – es wird uns etwas kosten. Unsere Art zu leben, unsere Freiheit steht auf dem Spiel“, wie Korb betonte. Als zweitgrößte Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung trage die CDU Verantwortung, manchmal auch gegen Widerstände. In diesem Zusammenhang nannte Korb einige der zahlreichen Projekte des Stadtumbaus. Demokratie müsse erarbeitet und erkämpft werden, meinte Korb eindringlich. Björn Hedderich konnte in den letzten zweieinhalb Jahren von Zuwachs auch an jungen Mitgliedern berichten. Auch der Vorsitzende der CDU Hofheim musste von Corona bedingt abgesagten Veranstaltungen und Feiern berichten. „Wir hoffen auf die Zeit, wenn wieder alle Veranstaltungen stattfinden können“. Ortsvorsteher Alexander Scholl dankte er für seinen Einsatz. Scholl, der auch CDU-Fraktionsvorsitzender in der Stadtverordnetenversammlung ist, blickte in seinem Bericht auf eine erfolgreiche Kommunalwahl und ein erfolgreiches Jahr zurück seitdem zurück. Der Abstand zur größten Fraktion sei deutlich minimiert, was die Partei besonders freue. Mit Applaus zeigten die Mitglieder ihre Zustimmung. Der Koalition mit den Grünen und der strategischen Zusammenarbeit mit der FDP stellte Scholl ein gutes Zeugnis aus: „Konstruktiv, respektvoll und ein faires Verhältnis“. Für die weitere Zukunft prognostizierte er: „Ich bin überzeugt, dass unsere neue Rolle unserer gesamten Stadt sehr gut tun wird“. Der Blick auf die Bürger sei durch den Corona-Lockdown deutlich eingeengt gewesen sei. Als Ziel gab Scholl an, die Kommunalpolitik in engen Kontakt zu den Bürgern zu bringen, denn so mache Kommunalpolitik Spaß. Als Schwerpunkte nannte Scholl den kommunalen Klimaschutz und die Stadtentwicklung. Dafür seien die planerischen Grundlagen zu schaffen, da der Förderzeitraum bis 2026 begrenzt sei. Entscheidend sei das Wie bei der Umsetzung, erklärte Scholl, denn inhaltlich gebe es unter den Parteien keine starken Unterschiede. Durch die Ukraine-Krise sieht Scholl große Herausforderungen auf die Stadt zukommen. Es gehe nicht um Symbolpolitik mit den meisten Anträgen oder Anfragen oder lautem Poltern, sondern um ein tatsächliches Interesse an guter Zusammenarbeit. Scholls Blick in die Zukunft: „Die Spannung hochhalten und immer wieder nachjustieren“. Schatzmeister Rainer Stöckel berichtete, dass mangels Veranstaltungen auch Einnahmen fehlten, die Mitgliederbeiträge hätten den größten Teil zu den Einnahmen beigetragen. Die Berichte blieben unkommentiert, es gab keinen Wunsch nach Aussprache. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet, bei Enthaltung der Vorsitzenden. In der Pause während der Stimmenauszählung hörten die Mitglieder dem Grußwort des CDU-Landtagsabgeordneten Alexander Bauer zu. Abschließend wurden die Liste mit 24 Delegierten für die Kreisparteitage und Kreisverbandsausschüsse im Block gewählt. Zum Abschluss erhoben sich die Anwesenden von den Plätzen, um gemeinsam a cappella die Nationalhymne zu singen, nachdem die musikalische Begleitung aus technischen Gründen ausfiel. Hannelore Nowacki