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  • Mo., 06. März 2023, 10:58 Uhr
    SONNENENERGIE: GGEW verpachtet Photovoltaik-Anlage an Biedensand-Bäder 

    Zukünftig 40 Prozent des Stromverbrauchs vom Dach 

    Die Verträge zum Bau der PV-Anlage haben GGEW-Vorstandsvorsitzender Carsten Hoffmann und der Geschäftsführer der Biedensand-Bäder Marius Schmidt unterzeichnet – voraussichtlich ab September wird der Strom fließen. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Wenn in der Badesaison die Sonne schön warm scheint, strömen die Besucher ins Freibad und genießen das Ambiente der Biedensand-Bäder. Dort, wo sie sich umkleiden und duschen wird bald eine Photovoltaik-Anlage (PV) auf der etwa 700 Quadratmeter großen Dachfläche dafür sorgen, dass der Strom für warmes Wasser und sonstigen Verbrauch zu 40 Prozent aus der Sonnenenergie kommt. Angenehmes Badewasser und karibische Wärme im Hallenbad werden dann energieeffizient erzeugt, nach der energetischen Sanierung ein weiterer Schritt zur Energieautarkie, wie der Erste Stadtrat und Geschäftsführer der Biedensand-Bäder Marius Schmidt am Freitagmorgen im Hallenbad-Café ankündigte. Partner für Bau und Betrieb der neuen PV-Anlage ist der kommunale Energieversorger GGEW, an dem die Stadt Lampertheim und sechs weitere Kommunen im Kreis Bergstraße beteiligt sind. Zur Unterzeichnung der beiden Verträge für die Errichtung und die Betriebsführung der PV-Anlage waren der GGEW-Vorstandsvorsitzende Carsten Hoffmann und der Bereichsleiter für Vertrieb und Service Rainer Babylon gekommen, die über technische Details Auskunft gaben. Errichtet wird eine PV-Anlage aus 245 Modulen, die eine Leistung von 99,25 Kilowatt-Peak in der Spitze erbringen werden. Großartig findet Hoffmann, wie die Stadt Lampertheim in der Energiewende vorangeht, das strahle über die Stadtgrenzen hinaus. Im Fall der Biedensand-Bäder sei PV ein Beitrag zum Klimaschutz und auch volkswirtschaftlich sinnvoll, weil der Strom ohne Transport vor Ort verbraucht werde. Schmidt teilte mit, dass der Aufsichtsrat den Bau der PV-Anlage im September letzten Jahres beschlossen habe, im November erhielt GGEW den Zuschlag, das sei mit Energieried abgestimmt gewesen. Hoffmann wies darauf hin, dass die Gremien in den beteiligten Kommunen noch im März über die Fusion der beiden kommunalen Energieversorger entscheiden werden. GGEW wird in die PV-Anlage etwa eine Million Euro investieren, während die Biedensand-Bäder laut Schmidt 800 Euro monatlich an Pacht zahlen. Von einer „Win-Win-Situation“ spricht Schmidt, da für nicht benötigten Strom, was vor allem im Sommer passiert, eine Einspeisevergütung gezahlt werde. GGEW rechnet mit der Inbetriebnahme der PV-Anlage ab September, da es zurzeit an Wechselrichtern am Markt fehle, die PV-Module könnten jedoch geliefert werden. Von vielen Anfragen zu Pacht und Verkauf von privaten und gewerblichen Kunden berichtete Bereichsleiter Babylon. Wartung mit Fernüberwachung und Reparaturen würden übernommen. Hannelore Nowacki

     

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