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  • Mo., 18. April 2016, 12:41 Uhr
    Evangelische Ried-Synode tagte in Hüttenfeld

    Zukunft im Fokus der Synodalen

    Dekanatssynodalvorstand (DSV) v.l.n.r.: Pfarrer Arne Polzer, Werner Hahl, Bernd Lohmann, Dekan Karl Hans Geil, Ute Müller (Dekanatsverwaltung), Harald-Udo Kouba (Präses), Sieghard Werle, stellvertretender Präses, Sonja Hilge, Pfarrerin Helga Donath, stellvertretende Dekanin. Foto: oh


    HÜTTENFELD - Am Freitag, 15. April kam die 12. Dekanatssynode im Evangelischen Dekanat Ried zu ihrer zweiten Tagung in Lampertheim-Hüttenfeld zusammen. In seiner Begrüßung bedankte sich Präses Harald-Udo Kouba für sein gutes Wahlergebnis und das Vertrauen, dass ihm die Synode damit entgegen gebracht habe. Der Einstieg sei ihm nicht schwer gefallen. „Die kirchlichen Strukturen sind mir gut bekannt und mein kirchliches Netzwerk ist noch stabil“, so Kouba. Seit Anfang März liegen die Amtsgeschäfte des Dekanats nun mit in seinen Händen und er hat die Präses-Arbeit sofort aufgenommen. Kouba berichtet, dass 2016 die Aktion Schultafel weitergeführt wird und der Dekanatssynodalvorstand (DSV) entsprechende Mittel in Höhe von 2.000 Euro freigegeben hat. Die Schultafel unterstützt bedürftige Familien bei der Anschaffung nötiger Bildungs- und Lehrmittel. Beschäftigt war Kouba auch mit dem Thema Doppik. Das Dekanat Ried ist eines der Pilotdekanate, die ab 2015 auf den doppischen Haushalt umgestiegen sind. Kouba teilte der Ried-Synode mit, dass aufgrund der aufgetretenen Schwierigkeiten bei der Einführung, die Kirchenverwaltung die flächendeckende Einführung der Doppik für ein bis zwei Jahre hinausgeschoben hat.


    Die bevorstehende Auflösung des Dekantes Ried ab 2019 wird Kouba in den kommenden drei Jahren ständig begleiten. Nun gelte es, Zeitpläne für die Umsetzung anzugehen. An ersten Gesprächen diesbezüglich hat Kouba mit den Nachbardekanaten Groß-Gerau-Rüsselsheim und Bergstraße teilgenommen. „Ich habe ganz klar signalisiert, dass wir zum 1. Januar 2019, so wie gesetzlich vorgegeben, das Evangelische Dekanat Ried auflösen werden“, so Kouba. Wichtige Themen bei den zukünftigen Sitzungen der Steuerungsgruppen in den Angliederungsdekanaten seien unter anderem die Pfarrstellenbemessung und der Umgang mit den Fach- und Profilstellen. Bereits im Mai tagen die Gremien wieder. Dekan Karl Hans Geil legt in seinem Bericht den Schwerpunkt auf das anstehende Reformationsjubiläum in 2017. Bereits in 2016 plant das Dekanat die Teilnahme am Europäischen Stationenweg, der am zweiten Advent in Worms Halt macht. Die Planungen hierfür seien bereits angelaufen. Das Angebot und die Details hierzu gehen den Kirchengemeinden zeitnah zu. In 2017 hat das Dekanat bestimmte Ausstellungen im Blick, die verbunden mit Vorträgen das Reformationsjahr vertiefen sollen. Eine Schifffahrt entlang des Dekanats mit Lesungen und Vorträgen über historische Ereignisse in der Reformationszeit ist in Planung. Kirchenmusikalisch gibt es Überlegungen, in verschiedenen Kirchengemeinden thematische Konzerte zu gestalten, aber auch Gottesdienste in historischer Form zu feiern. Das Kirchenkino der Lukasgemeinde in Lampertheim plant eine Luther-Filmreihe in 2017. Da die Landeskirche auf einen zentralen Gottesdienst im Reformationsjubiläumsjahr verzichtet, hat der DSV beschlossen, jeden geplanten Reformationsgottesdienst am 31.10.2017 mit bis zu 500 Euro zu bezuschussen. Die inhaltliche Herausforderung, das Jubiläumsjahr zu gestalten, sei ein schönes inhaltliches Ziel in der kommenden Zeit. „Auf jeden Fall ist die Resonanz bisher groß und das ist Mut machend“, so Geil zusammenfassend. Nach den Berichten von Präses und Dekan stand der Haushalt 2016 im Mittelpunkt der Synodensitzung. Dieser schließt mit Einnahmen und Ausgaben ausgeglichen mit 1.015.650 Euro ab. Die Dekanatssynode stimmte dem Haushaltsplanentwurf 2016 zu. Zum Abschluss präsentierte das Dekanat seine Arbeit. Die Fachbereiche Bildung, Gesellschaftliche Verantwortung, Öffentlichkeitsarbeit, Kirchenmusik, Jugendarbeit, Verwaltung, Ökumene und Kindertagesstätten informierten über Planungen, Projekte und Schwerpunkte. Hierzu gestaltete jeder Bereich eine Plakatpräsentation. Die Synodalen konnten direkt mit den Verantwortlichen ins Gespräch kommen, Fragen stellen und Termine koordinieren. Besonders nachgefragt wurde, wie ehrenamtliche Arbeit in den Gemeinden weiter gefördert werden und Öffentlichkeitsarbeit über facebook und soziale Netzwerke gelingen kann. Außerdem von Interesse waren die Themen Jugendarbeit in den Gemeinden, die Reformationsjubiläumsangebote, Ökumene vor Ort und Kontakte zu anderen (Frei-)Kirchen. Die nächste Dekanatssynode wird am 7. Oktober 2016 in Groß-Rohrheim stattfinden. zg


     

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