
LAMPERTHEIM – Strahlend blau war der Himmel beim Spatenstich zum neuen Bauhof in der Wormser Landstraße am sehr heißen 30. Juni letzten Jahres und sogar noch blauer beim Richtfest am Donnerstagnachmittag. Seit dem Spatenstich sei viel passiert, stellte Bürgermeister Alexander Scholl (CDU) in seiner Rede fest, davon konnten sich die Anwesenden bereits beim äußeren Erscheinungsbild und beim späteren geführten Rundgang überzeugen. Anfang 2027 werde sich der neue Bauhof mit Leben füllen, erwartet Scholl. Auf einer Fläche von rund 14.800 Quadratmetern werden die insgesamt etwa 70 Mitarbeiter in den technischen und gärtnerischen Bereichen zukünftig moderne Räume zur Verfügung haben – Werkstätten, Lagerflächen, Fahrzeughallen und Sozialräume mit attraktiven Außenbereichen, ebenso für die Mitarbeiter der Verwaltung. In großer Runde waren Vertreter aus der Stadtverwaltung und Politik, der Bauhofbelegschaft mit Leiterin Sabine Vilgis und Mitarbeiter der beteiligten Firmen zusammengekommen. Namentlich begrüßte Scholl seine Amtsvorgänger Erich Maier (SPD) und Gottfried Störmer (parteilos). Scholl machte die Dringlichkeit für den Neubau an dieser Stelle deutlich: Dadurch würden zusätzliche Wege, Zeit und Kosten gespart, denn bisher seien Hallen und Lagerflächen über das ganze Stadtgebiet verteilt. Am neuen zentralen Standort werde effizient und sicher die Infrastruktur der Stadt gepflegt und Veranstaltungen unterstützt werden können. Insgesamt werde zukünftig sogar weniger beansprucht.
Foto: Hannelore Nowacki
Von der Firma Goldbeck, die als Generalunternehmer fungiert, sprach Niederlassungsleiter Rhein-Neckar Dominik Stumpf über die nachhaltige Ausstattung: Es gibt ein Gründach und eine PV-Anlage auf dem Dach mit einer Leistung von 250 Kilowatt-Peak, einen Trafo und zwei Wärmepumpen und auf dem Gelände werden 50 Bäume und Sträucher gepflanzt. Bauleiter Onur Kuzören ließ sich im Hubkorb Richtung Dach hochfahren, wo der Wind mit den bunten Bändern des Richtkranzes spielte. Nach altem Brauch reimte er den Spruch, der dem Gebäude und den Menschen Glück und Beständigkeit bringen soll. In kleinen geführten Gruppen konnten die Besucher anschließend die weitläufigen Hallen mit ihren zukünftigen Funktionen kennenlernen. Goldbeck-Projektleiterin Susann Darstein und die Leiterin der Technischen Betriebsdienste Sabine Vilgis gaben Auskunft und beantworteten die Fragen. Erstaunlicherweise wirken die Hallen von außen gesehen nicht so groß wie sie tatsächlich sind. Platz für 40 Fahrzeuge aller Art ist vorhanden, auch für die 20 zu lagernden Weihnachtsbuden. Wegen der Hydraulikfahrzeuge muss die Halle frostfrei gehalten werden, betonte Vilgis. Streusalz wird in einem Silo gelagert. Ein Notstromaggregat sichert die Stromversorgung. Wichtig sei der Sozialraum, hier könnten alle zusammensitzen und morgens die Arbeit eingeteilt werden. Die Dachterrasse gehöre zur Hausmeisterwohnung. Bei der farblichen Gestaltung habe KI unterstützt. Unter freiem Himmel schmeckten den Besuchern und Belegschaften beim geselligen Beisammensein die knusprigen Brötchen mit Bratwurst- und Fleischkäsevariationen, für den Durst stand eine Getränkeauswahl bereit.
Hannelore Nowacki

















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