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  • Do., 22. November 2018, 07:49 Uhr
    Spendenaktion des Fördervereins Help / Erlöse aus dem Weihnachtsmarkt-Verkauf ermöglichen Spenden an vier soziale Projekte

    Zwei Snoezelräume, Schokoladen-Nikoläuse und individuelle Nachhilfe für benachteiligte Kinder

    Bei der Spendenübergabe des Förderverein Help gab es zahlreiche strahlende Gesichter. Foto: Franziska Hartmann


    LAMPERTHEIM – Wie jedes Jahr spendet der Lampertheimer Förderverein Help auch 2018 seine gesamten Einnahmen aus den Verkäufen auf dem Lampertheimer Weihnachtsmarkt an verschiedene Projekte für Kinder, Jugendliche und Senioren. Insgesamt 4.700 Euro wurden im vergangenen Jahr auf dem Weihnachtsmarkt eingenommen. Damit werden nun gleich vier verschiedene Lampertheimer Organisationen in ihrer Arbeit unterstützt. Bei der Spendenübergabe in der Kindertagesstätte Guldenweg am Mittwoch überreichte der Vorstand des Fördervereins symbolisch die Schecks für die vier Projekte. Darunter natürlich die Kindertagesstätte Guldenweg, aus deren Elternbeirat der Förderverein Help einst hervorgegangen war. Glücklich nahm Leiterin Ute Guthier den Scheck über 2.200 Euro entgegen. Die tatsächliche Geldübergabe war bereits vorab getätigt worden, um direkt für die Kinder neue Spielgeräte im Garten zu installieren, Fortbildungen für die Erzieherinnen zu ermöglich aber allem voran, endlich den Snoezelraum für die Kinder einzurichten. Bei dem Snoezelraum handelt es sich um einen Raum, in dem die Kinder Ruhe und Entspannung finden sollen und können. Ausgestattet unter anderem mit Klangschalen, einem Musikbett, welches leicht zur Musik vibriert, Liegepolstern, Massagebällen, einer Lichtsäule und einem Sternenhimmel, bietet dieser Raum den Kindern die Gelegenheit unsere schnelllebige Welt kurzzeitig hinter sich zu lassen, sich zu entspannen, zu träumen und zu sich selbst zu kommen. Ute Guthier ist die Freude darüber, den Kindern so etwas anbieten zu können anzusehen. „Auch Kindern fällt es heutzutage schon schwer, einfach einmal loszulassen“, erklärt die Leiterin der Kindertagesstätte, „wir haben festgestellt, dass sie unsere Hilfe und die passende Umgebung dafür brauchen.“ Ihre Kolleginnen pflichten ihr bei und erzählen, dass die Kinder sogar eindringlich nach dem Snoezelraum verlangen, wenn dieser einmal nicht geöffnet werden kann. 

    Auch die Mitglieder des Fördervereins freuen sich über die positiven Rückmeldungen aus der Kita. „Das sind alles Bereiche, die durch den normalen Etat nicht realisiert werden konnten. Deswegen sind wir froh, hier unterstützen zu können“, erklärt Michael Bayer, Pressesprecher des Fördervereins.

    Aufgrund des Erfolges des Snoezelraums in der Kita Guldenweg, machte der Förderverein gleich den nächsten Schritt und besprach mit Henning Krey, Einrichtungsleiter des Dietrich Bonhöfer Hauses Lampertheim, die Möglichkeit eines Snoezelraumes für die Senioren des Altenpflegeheims. Dieser war sofort begeistert von der Idee und so erhielt auch das Dietrich Bonhöfer Haus eine Spende in Höhe von 1.500 Euro. „Unser Ziel ist es ja, Generationen zu verbinden“, erklärt 1. Vorsitzende des Fördervereins Özlem Kamisli-Bayer. Natürlich wird der Snoezelraum für die Senioren ein wenig anders aussehen als der in der Kita aber vom Grundgedanke her bleibt es dasselbe - er soll den Bewohnern des Pflegeheims einen Ort bieten an dem sie entspannen können und Ruhe finden. Erika Schmidt vom Heimbeirat des Bonhöfer Hauses freut sich sehr über die Spende und den Einsatz für die Senioren und bedankt sich im Namen aller Bewohner ganz herzlich beim Förderverein Help. Auch 1. Stadtrat Jens Klingler ist begeistert von dieser Generationenübergreifenden Zusammenarbeit. Hier würde der Snoezelraum der Kita mal eben zu den Senioren im Pflegeheim exportiert. „Wir schlagen ja hier Brücken, das ist der Wahnsinn“, freut er sich, „das macht mich besonders stolz“.

    Ein weiteres Projekt, welches der Förderverein sehr gerne und mit 750 Euro unterstützt, ist die Lampertheimer Schülerpatenschaft Räuberleiter. Freudig nimmt 1. Vorsitzende Stefanie Wadle den Scheck entgegen. Der Großteil der Spende wird in die Patenschaften fließen und somit direkt bei den Schülerinnen und Schülern ankommen. Die Schülerpatenschaft Räuberleiter bietet unentgeltliche Nachhilfe für sozial benachteiligte Schüler in Lampertheim an und stellt den Kindern und Jugendlichen je eine Patin oder einen Paten zur Seite. Durch das gemeinsame spielerische Lernen sollen Erfolgserlebnisse geschaffen, die Konzentrationsfähigkeit gefördert und das Selbstbewusstsein der Kinder gestärkt werden. So wird hier auch sehr individuell entschieden werden, welche Anschaffungen mit dem gespendeten Geld getätigt werden – das kann für den einen Schüler ein Lernspiel sein, für den anderen ein naturwissenschaftlicher Experimentierkasten. Außerdem sollen Schulungen für die Patinnen und Paten, sowie ein gemeinsamer Ausflug finanziert werden. Als viertes Projekt fand sich eine Aktion der Schülervertretung des Lessing-Gymnasiums. Mit den gespendeten 250 Euro konnten Schülersprecher Jason Finnegan und seine Mitschüler eine Nikolaus-Verschenk-Aktion, kurz NiVeA, starten. Hierbei wurden von der Spende Schokoladen-Nikoläuse eingekauft, welche die Schüler des Gymnasiums in den Unterrichtspausen auf dem Schulhof für 1 Euro kaufen und an einen Mitschüler verschenken konnten. Bereits nach fünf Pausen, waren alle Nikoläuse verkauft, freuten sich die Mitglieder der Schülervertretung und werden direkt noch einmal Nikoläuse nachbestellen. Mit den Einnahmen möchte die Schülervertretung über das Projekt „Los Amigos“ ein Kinderkrankenhaus in Peru unterstützen. Der Förderverein ist an diesem Abend besonders stolz und glücklich, so viele verschiedene gute Projekte unterstützen zu können. Auch in Zukunft, möchte man diese positive Arbeit fortsetzen. So können sich alle Lampertheimer schon auf die beiden Buden des Fördervereins auf dem Lampertheimer Weihnachtsmarkt freuen. Wie immer wird es hausgemachte Crepes geben, frischen Pfälzer Glühwein und leckere Hot Dogs. Außerdem in diesem Jahr vegane Hot Dogs und eine vegane Kürbissuppe. „Wir kochen alles selbst,“ erklärt Özlem Kimisli-Bayer, der eine gute Qualität ihrer Produkte sehr am Herzen liegt. Ebenso hausgemacht sind die Plätzchen und das Apfelgelee der Kinder aus der Kita Guldenweg, die beim Förderverein erstanden werden können. Die Äpfel für das Gelee stammen sogar vom Apfelbaum aus dem Kita-Garten. Der Erlös aus den Verkäufen wird dann auch im nächsten Jahr wieder vielen sozialen Projekten zugutekommen. Um die 30.000 Euro konnte der Förderverein in den Jahren seines Bestehens bereits in Gemeinnützige Projekte investieren. Möglich eben durch die Verkäufe auf dem Weihnachtsmarkt. So einfach kann man also bei einem Besuch auf dem Lampertheimer Weihnachtsmarkt etwas Gutes tun – indem man beim Förderverein Help einen Glühwein genießt oder einen Crepes verspeist. Franziska Hartmann

     

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