Sa., 15.08.2026
Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Mo., 13. Mai 2019, 10:46 Uhr
    Hüttenfelder Kabarett mit Mammutprogramm und großer Besetzung

    ZwiBuR for Future

    Räkelten sich beim Bier-Yoga „auf der Parkbank“: Jürgen Rudolph und Bodo Ehret. Foto: Ehret


    HÜTTENFELD - Angeknüpft an die Jugenddemos der letzten Wochen hieß das Motto des Kabarettabend des Theatervereines „ZwiBuR“ in diesem Jahr: „ZwiBuR for Future“. Es standen mit insgesamt 23 Akteuren – unter ihnen viele neue Gesichter bei ZwiBuR – so viele Leute auf der Bühne, wie nie. Vor allem die Jugend ist wieder stark auf dem Vormarsch. Aber auch Routiniers wie Andrea Caspar-Thron mit Ehemann Bernd oder Lotti Ehret,  gaben ihr Come-Back. Die Zuschauer, unter ihnen Ortsvorsteher Karl-Heinz Berg, füllten das Gemeindezentrum wieder bis auf den letzten Platz und sie brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen. Wie immer in den letzten Jahren, eröffnete Jochen Köcher den Abend und brachte das Publikum stimmungsmäßig auf Kurs. Bodo Ehret übernahm auch dieses Mal die Führung durch das Programm. Sein „Konfronteur“ führte süffisant zu den folgenden Beiträgen hin, ohne zuviel vorwegzunehmen. Die Szenen auf der Bühne wurden zum großen Teil von den „alten Hasen“ wie Vereinspräsident Jürgen Rudolph bestritten. Seine Nummer „auf der Parkbank“ mit Bodo Ehret ist ein Klassiker. Einfach umwerfend, wie sie sich beim „Bier-Yoga“ auf der Bühne räkelten. Ebensowenig fehlen durfte der SGH-Sketch an der grün-weißen Stange, der schon seit dem Gründungsjahr aus aus der Feder von Ronald Ehret stammt - auch wenn das Thema „Rassismus im Sport“ am Ende eher betroffen stimmte. Die Nachrichten von „Kanal freies Hüttenfeld“, dieses Mal von Christel Löscher und Undine Ihrig verlesen, nahmen natürlich wieder Hüttenfelder Begebenheiten auf‘s Korn.  Und es bewegt die Hüttenfelder schon, was es mit den vielen weißen Sprintern in der Viernheimer Straße auf sich hat und dass die Berechnung der Müllgebühren eine Gleichung mit vielen Unbekannten ist.

    Das Motto des Abends griff dann die Jugend mit ihrem Sketch auf :„Früher war alles besser – ZwiBuR for Future“, den Bruno Ehret dem ZwiBuR-Nachwuchs Janine Wüst, Anna Fleig, Dane Ehret, Kim und Pia Rendl auf den Leib schrieb. Julia Schnepf brillierte einmal mehr in ihrer Imitation von Angela Merkel und Bruno Ehret machte in diesem Jahr  als Zeitungsmotzer den drohenden Umbau des Gemeindezentrums zum Thema. Kulturelle Veranstaltungen wie eben dieses Kabarett könnten nicht mehr durchgeführt werden. Sein Appell, in diesen Räumen ein Bürgerzentrum einzurichten, von dem alle Vereine profotieren könnten. Ronald Ehret und seine Frau Manuela gewährten einmal mehr einen Einblick in ihr Eheleben. Wer im Pubklikum lachen musste, fand wohl Parallelen bei sich wieder. Heike Ehret brachte auf den Punkt, was viele Kunden an den Supermarktkassen verärgert, die permanent mit Bonus- und Paybackpunkten  genervt werden. Bodo Ehret und Walter Tiedemann mimten dann auf ihre eigene, urkomische Art Zwillinge im Mutterleib. Allein schon die Idee war oskarreif. Und während Nina Kohl eine indiskrete Sprechstundenhilfe verkörperte, die im vollen Wartezimmer lautstark die Leiden der Patienten offenbarte, begaben sich Bernd und Andrea Caspar-Thron nach Mallorca, um klischeehaft das Treiben rund um den Ballermann zu persiflieren.

    Natürlich wird bei ZwiBuR auch gesungen. Andrea Caspar-Thron war heuer für sämtliche Liedumdichtungen verantwortlich. So nahm sie die unsäglichen Wartezeiten in deutschen Arztpraxen auf’s Korn. Hier traten neben den schon Erwähnten auch Andreas Tochter Anastasia erstmals in Erscheinung. Und was alle in der Kirchengemeinde bewegt, besang Lotti Ehret im  Lied „Völlig schwerelos“. Denn wenn das Gemeindezentrum wie geplant umgebaut wird, werden auch die „Zwiburianer“ bald „räumelos“ sein. Running Gag ist die Nummer, die sich wie ein roter Faden durch den ganzen Abend zieht und immer das gleiche Thema hat. Hier nahm Ralf Ehret alias Horst Lichter mit wechselnden Partnern die Sendung „Bares für Rares“ auf die Schippe. „ZwiBuR, das ist ohnegleichen, Theaterspaß zum Steinerweichen“, schallte es am Ende von der Bühne nach einem Programm, das nicht nur die Lachmuskeln strapazierte, sondern auch zum Nachdenken anregte. ehr

     

    Beitrag aus der Rubrik

    » Lampertheim und Stadtteile
    Anzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1Anzeige dkge 2x2
    Anzeige NK Worms und RheinhessenAnzeige TicketshopAnzeige 3 Anzeige - 1